Lanchester, John: Die Lust und ihr Preis : Aufzeichnungen eines reisenden Gentleman

Wer wie John Lanchester als Restaurantester und – kritiker gearbeitet hat, mag prädestiniert sein für ein Buch, das sich zunächst wie eine Erzählung des mittelalten, feingeistigen Gourmets und Snobs Tarquin Winot über seine kulinarischen und kulturellen Entdeckungen in Frankreich liest. Im Laufe seiner Reise beschreibt Winot nicht nur seine gastronomischen Erfahrungen und lukullischen Genüsse, sondern lässt grosszügig, aber auch ein wenig arrogant sein Wissen, seine Erfahrungen und seine Betrachtungen über Kunst, Ketchup, Kultur, gute und schlechte Fischsuppen und andere gehobene gastrosophische und bildungsbürgerliche Erkenntnisse einfliessen. Und doch schleicht sich beim Leser bei so manchem Nebensatz das Gefühl ein, dass hier zwischen den Zeilen noch ganz andere Wahrheiten lauern. Der Leser beginnt sich zu wundern, warum Weiterlesen

Olmstead, Robert: Spuren von Herzblut, wohin wir auch gehen

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Ort: Inverawe, ein Kaff in New Hampshire. Hauptdarsteller: Eddie Ryan, einziger Bestattungsunterehmer der Stadt, der eigentlich Schriftsteller werden wollte und den Toten vor der Bestattung Zettel mit selbstverfassten Haikus in die Tasche steckt. Cody, fährt einen Bulldozer, ist Holzfäller und rastloser Herumtreiber. Zeit: Heiligabend. Ryan und seine Familie werden mitten in der Stillen Nacht von einem bizarren Weiterlesen

Melville, Hermann: Moby Dick oder: Der Wal

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„Call me Ismael“ lautet im englischen, 1851 erschienenen Original der erste Satz dieses monumentalen Romans, und fortan begleitet man den des Festlandes überdrüssigen Ismael auf seinem Weg, der ihn schliesslich zusammen mit seinem späteren Blutsbruder und Südseeinsulaner „Queequeg“ nach Nantucket und auf den Walfänger „Pequod“ führt. Der Kapitän Ahab macht sich zunächst rar an Deck, doch schliesslich ruft er in einer pathetischen Rede auf zur Weiterlesen

Nadia Budde: Flosse, Fell und Federbett

Flosse, Fell und Federbett

Flosse, Fell und Federbett“ ist ein wunderbares Kinderbuch in Reimen, geschrieben und witzig-frech illustriert von Nadia Budde. Ein kleiner Junge kann nicht einschlafen, und sein leicht schräg aussehender Teddy empfiehlt ihm: „Kannst Du abends gar nicht schlafen und die Sache mit den Schafen funktioniert nicht mehr bei Dir … dann probier ein andres Tier!“.

Munter geht es dann Weiterlesen