
Gestern wurde auf Jargsblog der Link zur Besprechung von Vindings Spiel gepostet, deren vollständiger und Weiterlesen
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Gestern wurde auf Jargsblog der Link zur Besprechung von Vindings Spiel gepostet, deren vollständiger und Weiterlesen

„Mittagessen im Grünen. Eine stille Mahlzeit, als seien wir alle müde. Wir sind die einzige Familie, die sich hierher verirrt, zwischen Erlengebüsch, Birken und hohen Fichten. Die anderen sind nach Bogstad gefahren oder zum Østervannet, den großen Seen. Aber hier ist der Platz der Familie Vinding, wo man seine Ruhe hat, wo man am helllichten Tag Wein trinken kann, ohne dass es jemanden kümmert. Der Wind redet für uns. Und das Rauschen des Wasserfalls. Ich habe den Fluss nie so reißend erlebt. Ich sage es Mutter. Sie nickt, ohne sich zum Fluss umzudrehen, wie es jeder andere getan hätte.“ (Zitat aus: Vindings Spiel v. Ketil Bjørnstad)
Bjørnstad ist eine Geschichte gelungen, die ihre Weiterlesen

„Mittagessen im Grünen. Eine stille Mahlzeit, als seien wir alle müde. Wir sind die einzige Familie, die sich hierher verirrt, zwischen Erlengebüsch, Birken und hohen Fichten. Die anderen sind nach Bogstad gefahren oder zum Østervannet, den großen Seen. Aber hier ist der Platz der Familie Vinding, wo man seine Ruhe hat, wo man am helllichten Tag Wein trinken kann, ohne dass es jemanden kümmert. Der Wind redet für uns. Und das Rauschen des Wasserfalls. Ich habe den Fluss nie so reißend erlebt. Ich sage es Mutter. Sie nickt, ohne sich zum Fluss umzudrehen, wie es jeder andere getan hätte.“ (Zitat aus: Vindings Spiel v. Ketil Bjørnstad)
Norwegen, in den 1960er Jahren. Familie Vinding geht an einem Sonntag zum Picknick an den Stausee. Die Ehe der Eltern ist schwer zerrüttet und es ist spürbar, dass sie auch durch sonntägliche Ausflüge nicht zu retten sein wird. Doch dieser Sonntag bringt eine dramatische Wende – und alles ändert sich für den 15jährigen Aksel Vinding, seinen Vater und seine ältere Schwester, als seine angetrunkene Mutter vor seinen Augen Weiterlesen
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„Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Weiterlesen

„Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Evolution“ (Theodosius Dobzhansky, zitiert nach a.a.O., E-Book-Ausgabe, S. 376)
Während meiner Testreihe zu E-Book-Readern entdeckte ich in der „Onleihe zwischen den Meeren“ das lesenswerte Buch „Tatsache Evolution“ von Ulrich Kutschera, dessen gehaltvoller Lektüre ich mich nicht mehr entziehen konnte:
Die Bedeutung von Charles Darwin für die Befreiung der Wissenschaft von theologischen Fesseln und für die Begründung der modernen synthetische Evolutionstheorie kann heute gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Evolution wird in der seriösen Wissenschaft aufrgund der evidenten Belege heute als Tatsache betrachtet und die synthetische Evolutionstheorie als Weiterentwicklung und Korrektur der Ansätze für Darwin und anderen zur Erklärung der Entstehung und laufenden Entwicklung des Lebens kontinuierlich verbessert, ausdifferenziert und ergänzt:
„Heute stehen folgende auf Darwins Thesen-System basierende Befunde fest. Alle Organismen entwickelten sich im Zuge realhistorischer Abstammungsprozesse (Evolution) aus bakteriellen Ur-Formen; der Artenwandel vollzog sich in der Regel graduell, obwohl es im Verlauf der Erdgeschichte Evolutions-Schübe gegeben hat. […] Die von Darwin (1859/1872) postulierte Vervielfachung der Arten im Verlauf der Erdgeschichte (Diversifikation) ist. z. B. bei den Trilobiten, Käfern, Säugetieren und Blütenpflanzen eindeutig belegt und die von Darwin und Wallace (1858) erstmals im Detail vorgestellte natürliche Selektion hat alle diese Evolutionsprozesse in entscheidendem Maße vorangebracht.“ (a.a.O., S. 373)
Kutschera weist aber auch auf die neuesten Erkenntnisse etwa der Makroevolution oder von Konstantin Mereschkowsky begründeten Symbiogenese hin. Am Beispiel u.a. des Elefantenzahns weist er nach, dass die Natur mitnichten perfekt entwickelte Organismen hervorbringt und stellt der irrationalen Lehre vom Intelligent Design (Kreationismus) zusätzlich die erdrückenden Belege für die realhistorischen Prozesse der Evolution entgegen. Ausführlich geht er auf die verschiedenen Erdzeitalter, auf Evolutionsschübe und der Einfluss einer dynamischen Erde auf die Ausformung und Entwicklung von Lebensformen ein.
»Zu Zeiten Darwins war die Evolution eine Hypothese. Heute kann sie als erwiesen betrachtet werden.« (Theodosius Dobzhansky, a.a.O., S.
Trotz des immensen Fachwissens, das sich hinter Kutscheras Zeilen spüren lässt, gelingt es ihm, sein Thema anregend und mit wissenschaftshistorischen Reminiszenzen angereichert zu vermitteln. Dabei setzt er den Fokus auf Charles Darwin und seine Forschungen, zieht aber den Bogen über die Aktualisierungen bzw. Bestätigungen seiner Theorien, die Ansätze anderer Wissenschaftler bis hin zum heutzutage schier unüberschaubaren, weil stark ausdifferenzierten Forschungsgebiet der Evolutionsbiologie.
»Zu Zeiten Darwins war die Evolution eine Hypothese. Heute kann sie als erwiesen betrachtet werden.« Theodosius Dobzhansky
Ein Sachbuch für den interessierten Laien, das anregt, sich mit dem faszinierenden Thema Evolution und der Geschichte unseres Lebens und unserer individuellen biologischen Existenz zu beschäftigen, die mehrere Milliarden Jahre alt ist.
Was für ein schöner Beruf, was für ein wunderbares Handwerk!

Globalisierung ist ja bekanntermaßen ein alter Hut und kein Phänomen des sogenannten Anthropozäns, also der Zeit seit 1800 n.u.Z.. Bereits im Mittelalter und in der frühen Neuzeit reichten die Handelswege weit über Ländergrenzen und Kontinente hinweg und auch für die Zeit der Römer, Griechen oder Ägypter sind durch archäologische Funde und schriftliche Überlieferungen weite Handelswege dokumentiert. Überraschend aber dürfte für viele sein, dass es bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit Handelsverbindungen gab, die vom noch relativ unzivilierten Norden Europas bis hinein nach Weiterlesen
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„Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn, außer Weiterlesen

„Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, habe ich das Gefühl, nicht fehl am Platz zu sein. Es ist, als ob jeder Ort am Weg, den ich mir erlaufen habe, ein bisschen zu mir gehören würde, und ich fühle mich nicht ganz fremd. Das ist vielleicht das Schönste daran“ (The longest way, S. 253)
Der 1981 geborene Christoph Rehage, der in München Sinologie studiert hat und in Peking an der Filmhochschule seinen Abschluss in Kameraführung, beschließt 2007, von Peking aus bis zu seinem Heimatort Bad Nenndorf zu Fuß zu laufen: am Morgen seines 26. Geburtstages startet er. Er möchte auf seinem Weg den Menschen und Kulturen Asiens auf eine möglichst bodenständige Art begegnen und sich zugleich während des langen Marsches überlegen, wie sein Leben nach der Rückkehr nach Deutschland machen. Er nennt sich dabei meist Leike, was soviel heißt wie „Eroberer des Donners“. Stets dabei in seinen Gedanken sind seine Gefühle für Juli, einer Chinesin aus Sichuan, und die Ungewissheit, die über der Beziehung der beiden schwebt …
Rehages Lauf durch China, den er nach 4646 wechselhaften Kilometern unterbrach und Weiterlesen
Achtung: schockierende Bilder! Für Bibliothekspersonal und Büchermenschen ein echter Horrorstreifen. FSK ab 18!
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„Es muß ein Traum gewesen sein, denn ich kann mich nicht erinnern, wie Weiterlesen

Bereits 2010 veröffentlichte die Edition Fackelträger ein das aussergewöhnlich schöne Sachbuch „Die Elemente“ von Theodore Gray. Daher waren die Erwartungen an das vorliegende, etwas größere Dimensionen betrachtende Sachbuch entsprechend hoch – und sie wurden nicht enttäuscht.
Der britische Physiker Marcus Chown liefert mit dem vorliegenden Titel ein Weiterlesen
Für Insider ein Klassiker. Für Bibliotheksbesucher: Vorsicht, Bibliothekspersonal kann gefährlich werden.

Viele, die sich in den 80er Jahren wie ich für eine vegetarische Ernährungsweise entschieden haben, können sich sicher noch lebhaft erinnern, wie das war. Man bekam in normalen Restaurants als Vegetarier nicht selten Hühnchen angeboten oder aber einen Teller mit Weiterlesen

Der Umzug von einer in die andere Wohnung ist für Kinder oft noch ein größerer Einschnitt als für Erwachsene: so geht es auch Timo, der bald mit seinen Eltern umzieht und ganz aufgeregt ist. Auch sein Kuscheltier Pico soll mit umziehen. Aber Pico will nicht, denn er Weiterlesen
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Nicht, was man glaubt, ist wichtig, sondern was man Weiterlesen

Ich kann nicht von unserer Liebe sprechen, also spreche ich von Mathematik. Ich bin keinn Mathematiker, aber ich weiß so viel: Es gibt unendlich viele Zahlen zwischen null und eins: 0,1 und 0,12 und 0,112 und eine unendliche Zahl anderer. Zwischen 0 und 2 gibt es natürlich noch viel mehr unendlich viele Zahlen und zwischen 0 und einer Million erst recht. Manche Unendlichkeiten sind größer als andere Unendlichkeiten […]. Es gibt Tage, viele Tage, an denen ich bedaure, dass die Unendlichkeit meiner Zahlen so klein ist. Ich hätte gern mehr, als mit wahrscheinlich zusteht […]
Erwachsen zu werden an sich ist schon nicht einfach, und zahllose bekannte und weniger bekannte Romane widmen sich eindrücklich und auf unterschiedliche Weise diesem spannenden, von großen physischen und psychischen Veränderungen begleitetem Lebensabschnitt wie etwa der oft erwähnte J.D. Salinger („Fänger im Roggen“) und beispielhaft einige der bereits auf Jargsblog besprochenen Bücher wie etwa von Stephen Chbosky („Vielleicht lieber morgen“), Dirk Witteborn („Unter Wilden“), Steve Toltz („Vatermord …“), Finn-Ole Heinrich („Räuberhände“) und andere.
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ stellt Protagonisten in den Mittelpunkt der Handlung, die schwer an Krebs erkrankt sind: die sechzehnjährige Hazel leidet an den Folgen einer Krebserkrankung der Schilddrüse mit Metastasen in der Lunge. Durch ein neues Medikament konnte das Wavhstum des Tumors gebremst werden. Trotzdem ist ihr Leben starken Einschränkunegn unterworfen wie der permanent notwendigen zusätzlichen Sauerstoffversorgung ihrer Lunge. Hazel, einziges Kind ihrer Eltern, geht Freundschaften aus dem Weg, hasst es, bemitleidet zu werden und geht nur widerwillig zu einer Selbsthilfegruppe von an Krebs erkrankten Jugendlichen.
Doch eines Tages sitzt ihr in der Selbsthilfegruppe Gus gegenüber, der durch Knochenkrebs ein Weiterlesen
Das hier ist wahrscheinlich nur für Insider & Systematisierungsnerds, oder?!

„There are these two young fish swimming along and they happen to meet an older fish swimming the other way, who nods at them and says, ‚Morning, boys. How’s the water?‘. And the two young fish swin on for a bit, and the eventually one of them looks over at the other and goes, ‚What the hell is water?'“ (S. 39)
Wir alle leben in unseerem „winzigen, schädelgroßen Königreich“ und sind in unserer Grundeinstellung geneigt, uns für den Mittelpunkt des Universums zu halten. Unseres Universums. So können wir geneigt sein, jeden Tag zu leben in der Welt des „Siegens, Leistens und Blendens“ und nehmen für Freiheit, was eigentlich nur noch aus den immer gleichen Abläufen besteht, die wir täglich neu durchlaufen: äußerlich lebendig doch innerlich tot.
David Foster Wallace plädiert in dieser 2005 gehaltenen Abschlussrede vor Absolventen eines amerikanischen Colleges, aus diesen Weiterlesen
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„Ich gehe nur mal raus und Weiterlesen

Paris, Ende der 20er Jahre: Alfred und Rosine Kampf sind durch Börsengeschäfte zu Reichtum gekommen, der ihnen rasch zu Kopf steigt: Den beiden Neureichen ist sehr daran gelegen, ihren Reichtum zur Schau zu stellen und in die feine Pariser Gesellschaft aufzusteigen. Ihre 14jährige Tochter Antoinette wird mehr und mehr zum störenden, schmückenden Beiwerk degradiert und fühlt sich ungeliebt und unbeachtet. Die Kampfs wollen in ihrer Villa einen Ball geben, um ihren gesellschaftlichen Aufstieg weiter zu befördern. Als sie Weiterlesen
Wenn das nicht imagefördernd ist …
Damit die automatischen WordPress-Statistik-Elfen ihre Arbeit nicht umsonst gemacht haben, weise ich gerne auf die unten aufgeführte Jahresauswertung von Jargsblog hin. Den Vergleich mit Cannes habe ich noch nicht so ganz verstanden, aber automatische Statistik-Elfen haben wahrscheinlich ihre ganz eigene Art der Zahleninterpretation. Aber da jeder Mensch ja eine ganze Welt ist, versteckt sich hinter all den Blogbesuchern natürlich ein ganzes Universum an eigenenn Interessen, Vorlieben, Lebensweisen und Lebenswegen – auch das ist ein schöner Gedanke.
Ich freue mich nochmal ausdrücklich über mittlerweile über 210 Abonnenten, bedanke mich für die vielen freundlichen Kommentare und manche dadurch angeregte Diskussion, die interessanten Kontakte und die zahllosen anregenden Buch- und Medientipps, die mir in diesem Jahr aus der Blogosphäre zuflogen.
Einen guten Rutsch in ein glückliches, gesundes, an schönen Erlebnissen und lebensvertiefenden Erfahrungen reiches neues Jahr wünscht
Jarg von Jargsblog
Hier ist ein Auszug:
4.329 Filme wurden beim Cannes Film Festival 2012 eingereicht. Dieses Blog hatte 33.000 Besucher in 2012. Wenn jeder Besucher ein Film wäre, dann würde dieses Blog 8 Film Festivals füllen

„Es ist der leere Raum, der Weiterlesen
Typisches Vorstellungsgespräch für bibliothekarische Stellen.

Mit schönen Reimen und bunten, detailreichen Bildern begleitet dieses Buch Anna und Weiterlesen
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„Das Dogma ist nichts anderes als ein Weiterlesen

Ein kleines Kaff in Tennesse, USA, im trockenden Sommes des Jahres 1952. Der 17jährige Fleming Bloodworth, dessen leidenschaft den Büchern und dem Schreiben gilt, schlägt sich mehr oder weniger allein durchs Leben. Sein Vater Boyd verschwand, um seine abtrünnige Frau und ihren Liebhaber zu verfolgen. Boyds Brüder haben im Leben auch nicht gerade das große Los gezogen: Warren kann weder vom Alkohol noch von den Frauen lassen, Brady verfällt zusehends dem Spiritismus und glaubt, andere verhexen zu können. Flemings Großmutter Julia scheint dement und ganz in ihrer Lebensverbitterung gefangen.
Da kehrt eines Tages Flemings berüchtigter Großvater E.L. – ein hochtalentierter Banjospieler – nach zwanzig Jahren zurück in die dürre, hügelige Einöde … und das Unglück der Weiterlesen
Ein etwas anderer Blick auf Mitarbeiter in Bibliotheken.

„Wir waren gleichzeitig draußen und drängten uns eng aneinander, Körper an Körper, durch die schmale Türöffnung, um möglichst vor dem anderen draussen zu sein, und wir bleiben unter dem Dachvorsprung vor der Tür stehen und sahen das Wasser überall um uns herum auf den Boden prasseln. Es war beeidnruckend und fast abschreckend, und einen Augenblick lang standen wir dort und glotzten. Dann holte mein Vater tief und demonstrativ laut Luft und rief:
‚Jetzt oder nie!‘, bevor er mitten auf den Hof rannte und triefnaß, die Arme in der Luft, zu tanzen begann, während im das Wasser auf die Schultern klatschte. Ich lief hinterher in den herabstürzenden Regen und stellte mich dorthin, wo er stand, hüpfte und tanzte und sang Norwegen so rot, weiß und blau, und dann fing auch er an zu singen und im Nullkommanichts war die Seife von unseren Köroern gespült und die Wärme ebenso, und unsere Haut war blank und glänzend, als wären wir zwei Seehunde, und sie war vermutlich ebenso kalt, wenn man sie berührte.“ (S.90-91)
Norwegen. Der 67jährige Trond Sander zieht drei Jahre nach dem Unfalltod seiner Frau und dem Tod seiner Schwester aus der Stadt hinaus aus Land in ein kleines, reparaturbedürftiges Häuschen nahe der schwedischen Grenze, in dem er den Rest seines Lebens verbringen will. Das ruhige, zurückgezogene Leben auf dem Land und die Begegnung mit einem alt gewordenen, ebenfalls die Einsamkeit suchenden Jugendfreund lässt ihn melancholisch an den weit zurückliegenden Weiterlesen
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“… gerächt ist nicht gerecht, Rache nicht Gerechtigkeit … Je primitiver ein Mensch, je ahnungsloser, unbelehrter, und sei er noch so gelehrt, desto Weiterlesen

Die meisten kennen ihn als Rechtsmediziner Dr. Roth aus dem Kölner Tatort. Aber Joe Bausch ist nicht nur Schaupieler mit einiger Theater- und Fernseherfahrung auch abseits des Fernsehkrimis, sondern auch studierter Mediziner und als solcher seit 1986 Gefägnisarzt in der Justizvollzugsanstalt Werl.
In „Knast“ berichtet er von seinem Alltag als Gefägnisarzt in Werl. Wer jetzt reisserische Geschichten aus der harten Welt des Strafvollzugs erwartet hat, wird sich enttäuscht sehen. Zwar nimmt Bausch kein Blatt vor den Mund und beschreibt Weiterlesen
Ein Blick auf die bibliothekarische Seite der MACHT
Auch unter den auf Jargsblog im Jahr 2012 besprochenen Romanen boten einige eine so nachhaltige, nachwirkende Lektüre, dass eine radikal-subjektive Zusammenstellung der „besten fünf“ an dieser Stelle keinesfalls fehlen soll.

Sehr intensiv war die Lektüre des athomosphärisch dicht geschriebenen Romans „Bonbontag“ des hierzulande noch wenig bekannten Autors Markus Nummi: ein ungemein Weiterlesen
Während 2013 seine Schatten vorauswirft und die Hoffnung steigt, während der verdienten Weihnachtsferien eine Reihe schöner Bücher lesen zu können, wendet sich der Blick gleichzeitig zurück zum derzeit ablaufenden Jahr und damit zu jenen Büchern, jenen Filmen und Musik-CDs, die es verdienen, besonders hervorgehoben zu werden. Die Auswahl fällt erwartungsgemäß schwer, denn es gab auch in diesem Jahr etliche Perlen in allen hier rezensierten Bereichen, die eine Erwähnung verdient hätten.
Den Anfang machen heute die Kinderbücher und hier vor allem zunächst Bilderbücher, die alle zwillingsgetestet sind: allerdings ist zu bemerken, dass die fleissig das Lesen lernenden Zwillinge sich langsam aber sicher aus dem klassischen Bilderbuchbereich verabschieden und dickere Bücher zu bevorzugen beginnen – die natürlich auch schon auf Jargsblog zu finden sind.
Der Worte sind genug geschrieben: hier ist meine radikal-subjektive Auswahl für 2012 im Bereich Kinderbücher:

Sehr beeindruckt hat mich „Der Rauhe Berg“ des außergewöhnlichen Illustrators Einar Turkowksi, eine Weiterlesen

Katze und Hund im selben Haus – und dann auch noch allein ohne Mensch? Ob das gut geht? Wuff, der gutherzige Frühaufsteher Wuff und die hippelige, ideenreiche Langschläferin Maunz machen es einander nicht leicht in ihrer ungleichen Wohngemeinschaft. Manchmal streiten sie auch miteinander, dass die Fetzen fliegen. Etwa, wenn Weiterlesen
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„Wie traurig und wie unangenehn, sich immer mit Weiterlesen

Zunächst erwartet man von einem Buch mit dem Titel „1913“ vielleicht ein klassisches Geschichtsbuch, dass sich historisch-analysierend mit dem einen Jahr vor der ersten großen Katastrophe des 20. Jahrhunderts in Form des Ersten Weltkrieges befasst. Doch bereits die Gestaltung des Titels, der eine impressionistische Fotografie des Farbbildpioniers Heinrich Kühn zeigt, verweist uns zusammen mit dem Untertitel „Der Sommer des Jahrhunderts“ darauf, dass dieses Buch einen anderen Schwerpunkt, eine andere Darstellungsform suchen könnte als die faktenreiche historische Aufarbeitung.
Und so ist es auch: Florian Illies entführt uns mit seinem Buch in ein Jahr, in dem das 20. und das 19. Jahrhhundert auf bemerkenswerte Weise begegnen, sich Weiterlesen
Wer in Bibliotheken arbeitet, hart auch so seine Albträume

Bald wird Oliver Tate sechszehn Jahre alt. Zeit, seine Unschuld zu verlieren, denkt der adoleszierende, sich selbst für einen Dichter und Denker haltende Oliver, der aber leider mit Dufflecoat, Topfschnitt, seiner stoisch-introvertierten Art und seiner gespreizten Redeweise nicht gerade zu den beliebtesten Teenagern an seiner Schule zählt. Trotzdem gelingt es ihm, die freche, etwas ältere Jordana für sich zu gewinnen.
Doch sein junges Glück ist in Gefahr: das seit langem ausgedörrte Weiterlesen
Womit man so ins regionale Radio kommt.

„Der Sie glaubenmachen will, es gäbe vorhersehbare Trends und Kräfte. Während das eigentlich alles willkürliche Phänomene sind. Sie wenden Mathematik und andere Disziplinen an, okay. Aber letzten Endes haben Sie es mit einem System zu tun, das außer Kontrolle ist. Hysterie in Hochgeschwinigkeit, Tag für Tag, Minute für Minute. Die Menschen in freien Gesellschaften brauchen die Pathologie des Staates nicht zu fürchten. Wir schaffen unseren eigenen Wahnsinn, unsere eigenen Massenverkrampfungen, angetrieben von Denkmaschinen, über die wir letztlich keine Macht haben. Der Wahnsinn ist meistens kaum zu merken. Er liegt einfach darin, wie wir leben.“ („Cosmopolis“, S. 89)
Der 28jährige skrupellose und gewiefte Finanzjounleur Eric Packer fährt im Jahr 2000 mit seiner verlängerten und technisch hochgerüsteten Limousine samt Leibwächter und Chaffeur durch New York auf dem Weg von seiner Luxuswohnung zum Friseur. Unterwegs begegnet er mehrmals seiner Frau, die er selten sieht, und bespricht sich mit wechselnden Mitarbeitern im Auto, während diffuse Meldungen über eine akzute Bedrohung seiner Sicherheit eingehen. Während der Fahrt wird immer mehr offensichtlich, dass Weiterlesen
Weit impertinenter noch als durch Worte offenbart sich durch das Lächeln eines Weiterlesen

„Jeder, der in der Nacht trunken über das Kopfsteinpflaster nach Hause geht und den Schatten betrachtet, der vor ihm nach Hause schwankt, und die Häuserwände, die zu beiden Seiten aufragen und die schlafenden Brüstchen der Vögel fühlt, die unter den Dachvorsprüngen sitzen, wie sie sich heben und senken und so weiter, der muss sich sagen, das bist du schon lange nicht mehr, sondern es ist die mitgeführte Vorstellung deiner selbst, du Geisel einer Neigung, in Sätzen zu sehen. Doch dann hat die Nachtbäckerei schon geöffnet, ich trete, satt wie ich bin, in den warmen Geruch des Gebäcks, kaufe zwei heiße Brioches und habe das Fassbare gleich als schmelzenden Zuckerguss an meinen Fingern“ (Roger Willemsen: Momentum, S. 249)
Es gibt Bücher, bei denen es schwer fällt, sie einem Genre zuzuordnen, Bücher, denen die mehr oder weniger passende Schublade, in die man sie aus verständlichen, menschlichen Erwägungen nach Einteilung und Verständnis der Welt heraus geneigt ist zu stecken, nicht gerecht wird. Nun gibt es eine Menge Bücher, bei denen das Weiterlesen
Bibliothekssketch mit Hugh Laurie

Als die beiden Katzenkinder morgens aufwachen, regnet es. Schnell ziehen sie ihre Regenmäntel an und gehen nach draussen. Ganz lange sind sie draußen und schauen in den Regenhimmel, bis sie schliesslich eine Wolke entdecken, die sich in einem kahlen Baum verfangen hat. Sie nehmen sie mit hinein und die Katzenmutter macht aus der Wolke und anderen Zutaten einen Brötchenteig.
Leider bekommt der Vater nichts mehr von den bereits köstlich duftenden Brötchen, den eilig wie jeden Morgen strebt er ohne Frühstück zur Arbeit. Kurz darauf öffnet die Katzenmutter den Ofen – und die Wolkenbrötchen Weiterlesen

Afrika und insbesondere der afrikanische Westen und Zentralafrika sind für viele von uns Terra incognita: die Nachrichten, die wir aus Afrika erhalten, zeichnen das Bild eines armen, von Gewalt, Ausbeutung und Korruption geprägten Kontinents. Der Journalist, Autor und erfahrene Tourenradler Joachim Held, der mit dreizehn Jahren seine erste Fahrradreise durch Südfrankreich machte, radelt im August 2008 in Deutschland los mit dem vagen Ziel, nach Afrika zu fahren. Ohne seinen Weg Weiterlesen

Schrift: Wenn sie gut ist, fällt sie uns nicht auf, hält sich dezent im Hintergrund und erleichtert uns das Lesen, ja eventuell hat sie mit ihren Schriftzeichen auf subtile Weise eine Verbindung zum Text, dessen Inhalt und Bedeutung. Doch leider gibt es auch Schriften, die sich Weiterlesen

„Und wenn man sie dann hinter sich lässt, im Morgengrauen heimkehrt, berauscht, nachdem man mit den anderen auf einer Parkwiese zuletzt nur noch lagerte und palaverte, wird daraus im Zurückblicken etwas wie eine Wiederentdeckung des Menschen. Alle wollten an diesem Abend Weiterlesen

Es gehört zu den besten Eigenschaften von Büchern, wenn sie es schaffen, uns die Augen zu öffnen und unseren Blick zu schärfen für Dinge, die wir für selbstverständlich nehmen oder zu übersehen neigen. „NaturGenies“ ist so ein Buch, denn es gelingt den Autoren dieses hervorragend illustrierten und ansprechend gestalteten Buches, uns auf die kleinen und großen verblüffenden Phänomene und Überlebensstrategien der mitteleuropäischen Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam zu machen.
Nach einer Einführung in Flora und Fauna und die fünf Reiche des Lebens (Pflanzen, Tiere, Pilze, Protisten und Prokaryota), in die Stoffkreisläufe, Lebensräume und die Rolle der Evolution geht das Buch mit uns Weiterlesen