
Paule Pinguin stört eigentlich alles: es ist zu kalt, zu früh am morgen, alles ist schrecklich hell und er hat Weiterlesen
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Paule Pinguin stört eigentlich alles: es ist zu kalt, zu früh am morgen, alles ist schrecklich hell und er hat Weiterlesen

Einem konservativen Landschaftsverständnis folgend sind Windenergieanlagen ja grundsätzlich als störend zu empfinden. Dabei entspricht das, was wir als ästhetische, schöne Landschaft empfinden, oft mehr einem Klischee als der Wirklichkeit: längst sind weite Teile unserer ländlichen Räume von uns gestaltet. Der bedeutende amerikanische Landschaftsforscher John Brinckerhoff Jackson schlägt daher eine realistischere Definition von Landschaft vor und bezeichnet sie als ein dynamisches „System menschengemachter Räume auf der Erdoberfläche“. Schaut man sich Deutschland an, wo gerne von der Verspargelung der Landschaft Weiterlesen

Lulu ist die jüngste Henne auf dem Bauernhof. Gerade hat sie ihr erstes Ei gelegt, doch es ist in der Sommernacht weggerollt und verschwunden. Verzweifelt wenden sich die Hühner an den Maulwurf Astor Chang, den berühmten Detektiv: wird er helfen können? Sofort machen sich Astor Chang und sein Assistent Zippo an die Arbeit. Jeder ist Weiterlesen

Im ganzen Feiermarathon um 500 Jahre Reformation ist ja nicht nur die historische Bewertung des Reformationstages maßloser Übertreibung anheimgefallen, sondern der im Fokus stehende Protagonist Martin Luther überaus positiv ins Licht gesetzt worden. Schaut man etwas genauer hin, bleibt von der Lichtgestalt Luthers allerdings nicht mehr viel übrig. Der Journalist Peter Henkel, der hier vor Jahren mit „Ach, der Himmel ist leer“ überzeugen konnte, widmet sich auf knapp 200 Seiten Luther und entlarvt das weichgespülte, stark idealisierte Bild, das nicht nur Weiterlesen

Trotz aller Digitalisierung, Googlemaps, dem Siegeszug von Navigationsgeräten und -apps und all ihren Vorteilen haben Landkarten für mich nichts von ihrem Zauber verloren: zum einen, weil sie um Gegensatz zu den modernen Navigations- und Orientierungsmethoden einen weiteren Blick auf das Gebiet erlauben, in dem ich mich befinde, seine Einordnung in die Umgebung deutlich machen und einen Dinge entdecken lassen, die man bei geradliniger Navigation von A noch B und dem entsprechend schmal gewordenen Blick nie entdeckt hätte. Zum anderen, weil Landkarten immer noch zu Träumen anregen von der fernen weiten Welt.
Im Gegensatz zu unserem Zeitalter der weitestgehenden freien Verfügbarkeit vieler kartographischer Informationen waren Karten in Weiterlesen

Bilder sagen ja manchmal mehr als Worte, obwohl dem Menschen mit Sprache ja ein ausgesprochen differenziertes und komplexes Werkzeug zur Verfügung steht, sich seinen Mitlebewesen gegenüber verständlich zu machen. „Sprache in Bildern“ beleuchtet auf über 100 farbig illustrierten Seiten mit zahllosen Graphiken und Diagrammen Wissenswertes über die deutsche Sprache und andere Sprachen und fördert dabei auch etliche eigenartige Dinge zutage. So hätte ich die durchschnittliche Wortlänge in der deutschen, gerne mit Komposita arbeitenden Sprache deutlich höher eingeschätzt als die tatsächlichen 10,6 Buchstaben. Über solche reinen Statistikfragen reicht das Buch aber hinaus: man erfährt auch eine Menge über die Verbreitung etlicher Sprachen, über aus anderen Sprachen übernommene oder über mittlerweile verschwundene, uns Gegenwärtigen altertümlich erscheinende Wörter wie „Auxiliarkraft“ (Hilfskraft), „despensieren“ (verschwenden) oder „Jahrweiser“ (Kalender).
Die Häufigkeit von Menschen-, Katzen- oder Hundenamen ist ebenso Thema wie die zum Teil überraschende Herkunft mancher verbreiteter Alltagsworte: oder wussten Sie, dass der „Boykott“ einem englischen Gutsverwalter namens Charles C. Boykott (1832-1897) oder die „Silhouette“ einem französischen Finanzkontrolleur namens Etienne de Silhouette entlehnt sind. Sprachliche Zweifelsfälle sind ebenso Thema wie die Klärung der Frage, wie der stetig wachsende Wortschatz eigentlich in den Duden findet.
Ein überaus opulent mit anschaulichen Infographiken ausgestattetes kleines Buch zum Stöbern für alle Sprachfetischisten und Wortkuriosaklauber.

Auch du hab Mut! Mach’s wie der Hund:
sei selbstbewusst und kunterbunt!
Ein Hundedame ist bunt und hat das Gefühl, in ihrer Stadt mit all den gleichförmigen Hunden eine seltsame Aussenseiterin zu sein. Traurig reist sie fort und ist beglückt, als sie in eine Stadt kommt, in der alle Hunde genauso aussehen, genauso bunt sind wie sie. Doch halt: ein Hund ist abers und Weiterlesen

Der 20jährige Chris Knight, Mitglied einer zurückgezogen im US-Bundesstaat Maine lebenden Familie, fährt mit seinem Auto in einen Wald, lässt es stehen und baut sich an einer unzugänglichen, aber nicht weit von der Zivilisation entfernten Stelle ein Lager. Dort lebt er über 27 Jahre im Sommer wie im Winter, meidet jeden Kontakt mit Menschen, beschafft sich Lebensmittel und andere Alltagsnotwendigkeiten durch unzählige, akribisch durchgeführte Einbrüche in Blockhütten und Ferienlagern und entgeht manchmal durch Krankheit oder Kälte nur knapp dem Tod. Für die Anwohner ist er ein Phantom, bis ihn eines Tages ein Polizist fasst und die Welt von Chris sich nach Jahrzehnten selbst bestimmter Einsamkeit radikal ändert: in Haft wird er ständig kontrolliert, muss mit anderen in einer Zelle schlafen und sich psychologischen Untersuchungen stellen. Dazu kommt die mediale Aufmerksamkeit und der letztlich drohende Prozess wegen etwa 1000 Einbrüchen. Am liebsten würde er in sein Lager zurückkehren und wieder zu seinem Glück zurückfinden.
Mit beharrlicher Behutsamkeit schafft es der amerikanische Journalist Michael Fink, einen fragil erscheinenden Kontakt zu Chris Knight aufzunehmen. Er trifft ihn mehrfach und sucht das Gespräch mit seinem Umfeld und den zum Teil faszinierten, zum Teil verstörten Anwohnern. Auch wenn Knight schwer zugänglich und ein Teil seiner Motivation Finkel verschlossen bleibt, entsteht so nach und nach das Porträt eines Mannes, der ausserhalb der Zivilisation lebt und doch nur durch sie – verbunden mit seinen Raubzügen und einer hohen Bereitschaft, allem Unbill seines Lebens zu trotzen – am Leben bleibt. Am Ende gelingt ihm ein empathisches, äußerst bewegendes Porträt des Einsiedlers, in das er auch kulturgeschichtliche Betrachtungen zum Einsiedlertum an sich einfliessen lässt. Nach und nach wird trotz manchem Befremden gegenüber diesem extremen Leben nicht nur sichtbar, was Chris Knight durch seine Entscheidung für ein Leben in Stille und Einsamkeit suchte, sondern auch, was uns verloren gegangen ist.
Wer Jon Krakauers Buch „In die Wildnis“ schätzt, wird sich von Michael Finkels Buch über ein einsames, aber offensichtlich glückliches Leben in Stille und Abgeschiedenheit rasch fesseln lassen.

Bei Büchern über Fahrzeuge erwartet man ja normalerweise alles, was in irgendeiner Weise motorisiert ist. So ist das auch in diesem kleinen, feinen Sachbilderbuch aus der Reihe „Kleine Entdecker“, das sich aber neben Weiterlesen

England. Lyle Bowman, 83jähriger Vater der seit sieben Jahren nicht mehr miteinander redender erwachsener Söhne Billy und Greg, wollte eigentlich nur eine Pause von den Malerarbeiten in seinem Haus machen. Doch leider greift er statt zum Wasserglas zum Glas mit dem Pinselreiniger, wankt daraufhin mit Süßhunger zum Supermarkt und wird kurz darauf in deutlich alkoholisiertem Zustand überfahren. Jetzt treffen sie alle wieder aufeinander: Greg, schwarzes Schaf der Familie, der nichts recht machen konnte und als Professor für Geschichte in den USA arbeitet, Billy, der Verlagsvertreter und Fußphobiker, der Weiterlesen

Ein kleiner Junge begleitet uns durch ein Haus. Es ist zu verkaufen, und er zeigt uns alle Räume samt den Erinnerungen, die er an sie ha: Das Schlafzimmer mit Kaffeeflecken im Bett, in dem er Superkräfte vorgeführt hat, das Zimmer seines Gitarre spielenden Bruders, in dem es nach Weiterlesen

Schon als Kind ist Nicholas Jubber – initialisiert von den Star-Wars-Filmen – fasziniert von den Nomaden Nordafrikas, von Berbern, Fulbe und Tuareg, von den weiten Wanderungen, die ihr Leben prägen, den berühmten Städten, die sie mit beeinflusst haben und dem Einfluss, den sie auf den Verlauf der Geschichte genommen haben. Das anachronistisch erscheinende Leben ohne festen Wohnsitz, ohne Eigentum und mit einem starken Gemeinschaftssinn fasziniert ihn auch noch als Erwachsenen. In seinem Buch erzählt er von seinen vielen Begegnungen mit der Nomadenkultur Nordafrikas, von seltsamen Weiterlesen

Er reiste in das zerstörte Sarajevo, erfährt nach einem Sturz vom Fahrrad den ultimativen Drogenkick in einem Wiener Krankenhaus, wird beim Wandern auf der Via Sacra in Österreich immer leichter und reist ein Jahr nach dem Gau nach Fukushima. Er besucht in den 1990ern das zerstörte Beirut, in dem die Nachtclubs nach dem Bürgerkrieg wieder öffnen, spaziert in den 2010er Jahren durch das verrufene Neukölln, entdeckt das noch touristisch unentdeckte, zum Teil abgründige Barcelona und begegnet einer unerwartet guten Seele in Ostfriesland.
Wunderbar sind auch die Abenteuer, die er mit Lara erlebt, seiner russischen Liebe, die ihn nach Palermo und Rio begleitet. Liebe und Tod, Geld und Lebenskunst, Rausch und Weiterlesen

Der Marsch zum Strand hinunter hatte sie fehlerfrei bis zum Gletscher geführt, wo sie die Moräne wiedergefunden hatte, doch jetzt brach Chaos aus. Der Rucksack war weg, sie war allein in einem Schneesturm und hatte keine Ahnung, was sie tun sollte. Das Bewusstsein der verstreichenden Sekunden war zu einer deutlichen, fast körperlichen Empfindung geworden.
Im Jahr 1913 geht das britische Schiff Kismet unter dem ehrgeizigen Kapitän Lawrence auf Forschungsreise in die Antarktis. Als eine schroffe, unbekannte Insel entdeckt und auf den Namen „Everland“ getauft wird, werden drei Männer ausgerüstet, um mehrere Wochen auf der Insel zu verbringen, darunter auch der junge Wissenschaftler Decker, der durch Protektion für die gefährliche Mission ausgewählt wurde. Doch der Aufenthalt mündet in einer Katastrophe, für den die Nachwelt im Weiterlesen

Vielleicht ist gerade das ihr größtes Geschenk an uns: diese Bedeutungslosigkeit, die Unwichtigkeit von uns Menschen für die Wölfe. Vielleicht brauchen wir um Umgang mit der Natur ein wenig mehr Demut und Bescheidenheit. Es ist an der Zeit, dass wir uns nicht mehr so wichtig nehmen, sondern einfach sind. Dann sind wir dem Wolf näher, als wir denken. (S. 220)
Mit der seit Jahren steigenden Zahl von Wölfen in Deutschland wächst auch das Interesse an dieser viele Jahre bei uns ausgestorbenen Tierarten, deren Rückkehr von den meisten Menschen neugierig begrüßt, von einigen mit Bedenken betrachtet und von manchen Hysterikern als eklatante Bedrohung gesehen wird. Elli H. Radinger hat vor über dreissig Jahren ihren Beruf als Anwältin aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben und ihrem Lebensthema, dem Wolf zu widmen. Sie hat Wölfe an vielen Orten der Welt beobachten können und ist den überwiegenden Teil des Jahres im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming.
Mit „Die Weisheit der Wölfe“ legt sie ihr neuntes Sachbuch vor und widmet sich zum sechsten Mal dem Thema Wolf: neben ihren vielen Beobachtungen von Wölfen fliessen auch ihre Erfahrungen aus Vorträgen und Seminaren mit ein. Auf überaus anschauliche Weise führt sie uns – verbunden mit vielen Weiterlesen

London, England. Der Siebte Doktor reist zusammen mit seiner jugendlichen Assistentin Ace zurück in das Jahr 1963 an die Coat Hill School. Er will ein mächtiges Instrument bergen, dass er einst hier zurückgelassen hat: die sogenannte Weiterlesen

Wo sich mit Oktopoden vielleicht noch speziesübergreifende Kommunikationsmöglichkeiten finden lassen (vgl. das wunderbare Buch „Rendezvous mit einem Oktopus“) und die Distanz zwischen Wirbeltier Mensch und höher entwickelten Kopffüßern zumindest partiell und ansatzweise überbrückbar scheint, scheint uns die Lebens- und Erlebniswelt der Medusen oder Quallen so fremdartig, so bizarr, als wären sie Lebenwesen von einem fernen Planeten. Dabei gehören sie zu den urtümlichsten Tieren, die es überhaupt auf unserem kleinen, unbedeutenden Planeten gibt: Fossilien von Nesseltieren finden sich bereits in den bis zum 541 Millionen Jahre alten Schichten des Kambriums, in denen sich auch Vorstufen der Wirbeltiere entdecken lassen.
Lisa-Ann Gershwin führt uns in ihrem opulent ausgestatteten Buch durch die seltsame Weiterlesen

Paris im Jahr 1932. Ein Café wird zum Ausgangspunkt einer neuen Philosophie. Aufbauen auf der Phänomenologie Husserls, aber auch auf Kierkegaard und Nietzsche wird dieser Moment die Philosophie revolutionieren und mit dem Existentialismus eine Denkrichtung hervorbringen, die ganze Generationen von Studenten beeinflussen und auf Musik, Kunst und Literatur ebenso Weiterlesen

Max ist zu Recht besorgt: das Auto hat es nur mit Ach und Krach zum Kindergarten geschafft. Womöglich schafft es Papa gar nicht, ihn abends abzuholen? Doch Papa beruhigt ihn und sagt, er würde den Trecker nehmen. Und wenn das nicht klappt, dann Weiterlesen

Es ist vielleicht nicht die vordringlichste Frage unserer Zeit: dennoch ist es gerade in Zeiten grassierender, zumeist allerdings eingebildeter Nahrungsmittelunverträglichkeiten vielleicht nicht unwichtig zu wissen, ob der Leib Weiterlesen

Auf den ersten Blick hält man das im ansprechend in Silber metallisierten Einband ausgestattete Buch für ein technisches Gadget. Tatsächlich verbirgt sich hinter „Supercoole Technik“ ein umfassender Reiseführer durch die Welt der modernen Technik, der sich in den Kapiteln Freizeit, Fortbewegung, Bauwerke, Energie, Alltag und Zukunft anhand ausgewählter, besonders maßgeblicher, unsere Zeit und unser Denken beeinflussender Beispiele mit zahllosen Entwicklungen der letzten Jahre und heute ersichtlichen Trends befasst. Die Bandbreite der auf je einer farbig illustrierten Doppelseite vorgestellten Geräte, Bauwerke und Verfahren reicht von der Weiterlesen

Ashby war ein toleranter Mensch, aber wer Port Coriol nicht mochte, sank ein wenig in seiner Achtung. [..] Endlos lange Straßen mit offenen Ladenfronten, die von Klamotten, Tand und allerlei Ramsch überquollen. [..] Kalte unterirdische, mit Bots und Elektronikchips vollgestopfte Bunker, in denen sich rund um die Uhr euphorische Techs und Modder mit allen nur vorstellbaren Implantaten drängten. [..] Eine Menagerie aus Geschöpfen, die sich in einer schwindelerregenden Vielfalt von Sprachen unterhielten, Hände schüttelten, Pfoten packten und über Tentakel strichen. [S.132 ]
Science-Fiction hat ja eine durchaus große Bandbreite: das reicht von mit techniklastigen, einfach gestrickten Action-Abenteuern über anspruchsvolle wissenschaftsdurchsetzte Raumfahrtgeschichten, den literarisch imaginierten Kontakt mit fremden Zivilisationen bis hin zu literarischen Adaptation möglicher Entwicklungen in Technik und Gesellschaft oder dem leeren, gleichgültigen All als dunkler Spiegel für das Menschsein an sich. Die weniger lesenswerten Geschichten setzen dabei auf Raumfahrt, Zukunftstechnik, exotische Wesen und viel Krawumm als beliebige Kulisse seichter Geschichten. Andere nutzen das Genre und vermögen es, mittels einer spannenden Geschichte anregende Reflexionen über die Zukunft und das Menschsein, das Leben an sich in Szene zu fassen. Ausschliesslich letztgenannte Variante interessiert mich und findet immer mal wieder in Form ungewöhnlicher Geschichten auf meine Leseliste.
Die Geschichte spielt in einer fernen Zukunft, in der Menschen längst die verwüstete Erde verlassen haben und sich zusammen mit anderen galaktischen Spezies um ein halbwegs friedliches Miteinander bemühen. Rosemary Harper hat mit einer gefälschten Identität auf einem billigen Kapseltransport aus zunächst Weiterlesen

In den letzten Jahren sind einige bemerkenswerte Bücher zum Thema Fahrradgeschichte erschienen. Auch Florian Freund taucht fundiert und tief in die faszinierende und von zahlreichen Wechselfällen geprägte Geschichte des Fahrrads ein und spannt den Bogen vom Beginn bis in die 1980er Jahre. Dabei nimmt er auch bisher unbekannte Weiterlesen

Die gescheiterte Antarktisexpedition 1914-1916 von Ernest Shackleton ist heute vor allem deshalb in Erinnerung, weil Shackleton und fünf Männer nach dem Untergang der Endurance im Packeis und der gefährlichen Fahrt mit drei Rettungsbooten übers Südpolarmeer in einer äußerst kühnen Aktion das Beiboot James Caird über 1500 km rauhe See nach Weiterlesen

Bei genauer Betrachtung ist unsere Erde mit ihren Stoffkreisläufen, Jahreszeiten, ihren Bewohnern und den Prozessen, die sie über kurze oder sehr lange Zeiträume verändern können, schon ein erstaunlicher Planet. „Verrückte Erde“ macht die Phänomene und Weiterlesen

Man kann sich kaum eine üblere Kindheit und Jugend vorstellen als die von Henry Chinaski, dem Protagonisten und Alter Ego des Autors. Er wächst als Sohn eines US-Amerikaners mit deutschen Wurzeln und einer deutschen Mutter in Los Angeles auf. Der Vater schlägt sich als Milchfahrer durch, verliert wegen der Wirtschaftskrise der 1920er Jahre sein Job und verlässt trotzdem jeden Morgen das Haus, um den Schein zu bewahren. Er betrügt seine Frau. setzt seinen Sohn unter Erfolgsdruck und lässt seine Aggressionen ungehemmt Weiterlesen

Auch am Anfang des 21. Jahrhunderts und nach vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die alte Mythen und überholte religiöse Vorstellungen zur angeblich besonderen und herausgehobenen Stellung des Trockennasenaffen namens Mensch auf diesem Planeten entkräftet haben, sieht sich ein Großteil der Menschheit gegenüber den Tieren immer noch als überlegen an: schliesslich können wir strategisch planen, bestehen komplizierte Tests, haben ein Selbstbild von uns, haben eine Kultur, die sich über Generationen entwickelt und verändert und geben uns Namen. Natürlich heben viele auch hervor, dass angeblich nur der Mensch über Gemeinschaftssinn, eine „Theory of Mind“ und vor allem über Sprache verfüge.
Bei genauerer Betrachtung bleibt von all diesen Weiterlesen

Wer wie ich in den 1970er Jahren mit einem Klapprad zur Schule gefahren ist, weiss, dass die zeitgenössischen Konstruktionen nicht unbedingt der Gipfel an Ergonomie und technischer Ausgereiftheit waren. Auch wenn mein blaues Klapprad sich durchaus in der Fantasie in eine Rakete, ein Schnellboot oder eine 747 im Landeanflug verwandelte – schnell war es nicht und die coolen Bikes in Form von Peugeot- oder Bianchirennrädern hatten die anderen Jungs. Mit 13 Jahren war ich dann froh, mein erstes 28-Herrenrad zu bekommen – ein stahlblaues Patria, mit dem ich über 40.000 km fuhr, bis ich es aus heute unerfondlichen Gründes in den Wertstoffkreislaif zurückführte.
Kein Gedanke also, mit dem Klspprad eine Reise zu machen. Schon gar nicht über 10.000 km. Kein Gedanke? Der 1964 geborene Tim Moore kommt aus einer Laune heraus genau auf diesen Gedanken, ersteht ein altes Mifa-Klapprad vom Typ 904 aus späten Weiterlesen

Mit Streichholzschachteln zu basteln ist ja immer mal wieder im Trend: ich habe mir als Kind ganze Minischränkchen und Geheimboxen daraus gebaut. Susanne Wicke nutzt die kleinen Schiebeschächtelchen als etwas andere, reizvoll analoge Art, Nachrichten, Glückwünsche und Grüße kreativ und mit Überraschungseffekt zu verpacken: zwischen Hochzeit, Gutschein, Geburtstag oder Dankeschön findet sich für jeden denkbaren Anlass etwas. Außer den kleinen Schachteln, die sich entweder über den heimischen Streichholzverbrauch ansammeln oder im Bastelladen zu bekommen sind, braucht man Weiterlesen

Eingepackt in eine Geschichte erzählt die Autorin vom Lebenszyklus der Schweinswale, jener kleinen europäischen Wale, die auch in Nord- und Ostsee zu sehen sind und sich gelegentlich in die Elbe verirren: Paarung, Fortpflanzung und Ernährung sind ebenso Thema wie Weiterlesen

Die Geschichte des Fahrrads ist überaus wechselvoll und sowohl im Bezug auf die Technik, ihre Weiterentwicklung und Verfeinerung als auch auf die sich immer wieder wandelnde gesellschaftliche Bedeutung als Verkehrsmittel, Sportgerät und Statussymbol ausgesprochen faszinierend und spannend. Pryor Dodge, Fahrradsammler und -historiker, fasst in seiner reich Weiterlesen

Ottilie Leseratte isst nicht nur gerne Zuckerwatte, sondern liest auch gerne. Am liebsten in der Hängematte in dem Bücherladen, in dem sie wohnt. So liest sich sie mit einem Weiterlesen

Radler lassen sich ja in mehrere Kategorien einteilen: Sonntagsradler, Genussradler, Schönwetterradler und ganzjährige Alltagsradler. Angesehen davon, dass die Zahl der Fahrradfahrer, die das ganze Jahr über auf dem Sattel sitzt und Wind und Wetter trotz, immer mehr zuzunehmen scheint, wächst auch die Zahl jener, die nicht nur für lange Radreisen mit vollgestopften Fahrradtaschen in die Pedale treten, sondern sich Weiterlesen

Tatsächlich macht uns der Tsunami an Informationen, der täglich über uns hereinbricht, mitunter sogar weniger empfänglich für die Aussagekraft von Daten, denn wir haben uns längst daran gewöhnt, mit einem einzigen Mausklick Belege für wirklich alles zu bekommen, woran wir glauben möchten. Und so werden unsere Überzeugungen durch unsere Wünsche und Sehnsüchte geformt. Genau jene Beweggründe und Gefühle sind es, die wir ansprechen müssen, wenn wir etwas verändern wollen – sei es bei uns selbst oder bei anderen. (S. 17)
Immer wieder kommt es in den Nachrichten: unsere Krankenhäuser haben zum Teil massive Hygieneprobleme, Viren breiten sich dadurch aus. Nun könnte man meinen, dass gross angelegte Aufklärungskampagnen, die vor den Gefahren mangelnder Hygiene warnen und Gegenmaßnahmen darstellen, helfen würden: vor allem Händewaschen und Desinfektion gehört dazu. Die Wahrheit ist: sie ändern nichts. Erstaunlicherweise zeigen Versuche, dass einfache Maßnahmen, die an unser hirninternes Belohnungssystem gerichtet sind und somit nicht mit Information, sondern mit Emotion arbeiten, deutlich erfolgreicher sind als jede Aufklärungskampagne: 90% statt vorher 10% der Angestellten wuschen sich die Hände.
Tali Sharot zeigt in ihrem Buch nachdrücklich, wie unser Gehirn zu Überzeugungen und Entscheidungen kommt und welche Rolle dabei Fakten, Emotionen und Weiterlesen

Es ist ja so eine Sache mit der Schönheit: sie entsteht im Augen des Betrachters und nicht selten wird sie überbewertet. Wir Menschen, die wir zu den Trockennasenaffen zählen, neigen ja dazu, unser eigenes Aussehen und unser Können massiv überzubewerten. Wenn wir uns Tieren zuwenden, kommen natürlich die gleichen Maßstäbe zur Geltung mit den bekannten Folgen: Katzenfotos auf allen Social-Media-Kanälen. Doch man darf durchaus Zweifel anmelden, ob a) unsere Definition von Schönheit so maßgeblich ist und b) Schönheit auch immer für Erfolg steht.
Mario Ludwig widmet sich in seinem Buch Tieren, die durch das übliche Niedlichkeitsraster fallen und bei der Spendengala für bedrohte Tiere noch nicht einmal in den Public-Viewig-Bereich kämen. Dementsprechend wimmelt es in seinem Buch nicht nur von seltsam bis bizarr aussehenden Tieren, sondern auch von eigentümlichen Verhaltensweisen und Körperfunktionen. Da gibt es den Kopfstandkäfer, der seinen Hintern in Weiterlesen

Spätestens mit dem neuesten schulischen Natex-Projekt des Sohnes richtete sich die Aufmerksamkeit der Familie auf zug- und federkraftgetriebene Wurf-, Schiess- und Schleudermaschinen. Während aber das fertige Produkt für die Schulaufgabe aus einer abenteuerlichen, jedoch wirksamen Konstruktion aus Kochlöffeln, Küchenrollenhaltern und Ein-Euro-Laden-Bauteilen bestand, fokussiert sich das vorliegende Buch auf wertiger ausgeführte Modelle, deren Weiterlesen

Vielleicht, dachte ich später einmal, trägt jeder Mensch so ein paar Sätze in sich, von denen er gar nichts weiß, die unbemerkt in ihm schlummern und das ganze Leben verändern können. So einen kleinen handlichen Trommelwortrevolver, dessen Kugeln sich unerwartet lösen und unleugbar, unumstößlich ins Dasein knallen.
Ein erfolgloser Jungschauspieler, den gelegentlich der Furor packt und der am Ende drei Frauen liebt, bis er grandios sein gewohntes Leben an die Wand fährt und alles sich ändert. Joachim Meyerhoff, der bereits drei Teile seines autobiografischen Zyklus „Alle Toten fliegen hoch“ vorgelegt hat, widmet sich in „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ seinen jungen Jahren an Weiterlesen

Die Weltraumforschung hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht: mittlerweile entdecken wir extraterrestrische Planeten, schauen fernen Neutronensternen beim Kollidieren zu und auch die jüngst entdeckten Gravitationswellen werden unser Bild vom Weltall, dieser unendlichen, ebenso fremden wie faszinierenden Zone ausserhalb der Erde, nachhaltig verändern. „Abenteuer Raumfahrt“ führt Weiterlesen

R. in Südfrankreich, eine kleinen Stadt im Zentralmassiv (Massif central). In dem kleinen Provinznest R. sind die Machtverhältnisse seit Jahrzehnten klar geregelt: die beiden zu Geld und Einfluss gekommenen und miteinander rivalisierenden Großbauern Courbiers und Messenet und ihre Familien bestimmen, wo es lang geht, haben die Politik in der Tasche und führen ohne Rücksicht auf Mensch und Natur ihre Geschäfte. Der nach einem Unfall im Jugendalter entstellte und unter chronischen Schmerzen leidende Revierjäger Rémi Parrot hält sich aus all dem raus. Doch dann kehrt nach Jahren der Abwesenheit seine Jugendliebe Michéle Messenet zurück, ein Umweltschützer verschwindet und Weiterlesen

Bei Peter Wohlleben steht mit Sicherheit zweierlei fest: er weiß, wovon er spricht und er kann gut erzählen. Das ist auch in seinem neuesten Buch spürbar, dass sich mit den äußerst komplexen und vielschichtigen Beziehungsgeflechten zwischen Organismen unterschiedlichster Art auseinandersetzt. Dabei stehen diesmal nicht die Bäume im Fokus, obwohl sie natürlich bei Wohlleben, dem Förster, nicht fehlen dürfen.
Erstaunt und verblüfft erfahren wir, welche Rolle Lachse für das Wachstum von Bäumen spielen, warum Borkenkäfer Weiterlesen

„Wir suchen wie besessen nach etwas, was uns zum Menschen macht. Warum? Kratzt man ein bisschen an der Oberfläche dieser Obsession, dann wittert man etwas, das als Antwort passen könnte: unsere Unsicherheit. Was wir eigentlich wollen ist eine Geschichte, die uns von allen anderen Lebensformen abhebt. Warum? Weil wir verzweifelt nach einem Beweis suchen, dass wir nicht nur – wie alle Arten – einzigartig, sondern dass wir etwas ganz besonderes sind, prächtig, übernatürlich, strahlend, göttlich inspiriert, erfüllt von einer ewigen Seele. Alles andere löst Furcht und existentielle Ängste in und aus“. (S. 342f)
Wir Menschen haben ein Problem: aufgrund unserer Sprache neigen wir dazu, allen Lebewesen, die nicht über Sprache verfügen, tiefer gehendes Denken abzusprechen. Doch können wir wirklich verstehen, was Tiere „sagen“. Oder geht es uns vielleicht wie den Tieren, von denen manche mehrere 100 menschliche Begriffe verstehen können, aber nicht die komplexe Syntax unserer Sprache? In unserer Arroganz gerät uns aus dem Blick, dass Tiere andere Kommunikationsformen haben als wir, andere Sinnesorgane nutzen. Für Hunde ist diese Welt eine Welt der Gerüche, Orcas und Fledermäuse vertrauen auf ihre Echoortung und das Gehör, Elefanten kommunizieren über weite Distanzen mit tiefen, vom menschlichen Ohr nicht wahrnehmbaren Brummtönen. Allenfalls gestehen wir Tieren ritualisierte Formen von Kommunikation zu. Aber Gefühle wie Humor, Trauer, Eifersucht, Liebe, etwas wie Selbstbewusstsein oder gar Mitgefühl, kulturelle Überlieferung, eigene Namen?
Der bekannte Meeresbiologe Carl Safina schreibt im vorliegenden Buch vorwiegend über Elefanten, Wölfe und Orcas. Dabei berichtet er über verblüffende Entdeckungen im weiten Spektrum an Gefühlen, Persönlichkeitsstrukturen und Verhaltensweisen bei Tieren und verbindet eigene Beobachtungen mit Weiterlesen

Lange unterschätzt und fälschlicherweise in die biologische Nähe der Pflanzen geschoben, gehören Pilze tatsächlich zu den faszinierendsten Organismen auf unserem Planeten und beeinflussen nach neuesten Erkenntnissen das Leben auf unserem Planeten auf vielfältige Weise, ja machen es vielleicht erst in seiner ganzen Vielfalt möglich. Der österreichische Biologe, Naturschützer und Journalist Robert Hofrichter ist schon seit seiner Kindheit fasziniert von Pilzen: waren es damals noch die Schwammerln oder Speisepilze und ihre ungenießbaren bis giftigen Verwandten in Wald und Flur, erstreckt sich seine Neugier mittlerweile auf den ganzen Kosmos unterschiedlicher Pilzarten, der vom klassischen Ständerpilz bis zu Arten reicht, die in den Meeren und im Gestein wohnen.
In seinem überaus fesselnden Buch weist Hofrichter zunächst auf die Besonderheiten von Pilzen hin: mit ihren aus Chitin aufgebauten Zellwänden stehen sie den Insekten und Weiterlesen
Ich möchte zeigen, dass ein Leben ohne Gott für extrem viele Menschen absolut selbstverständlich und wunderschön ist, und ein Gegengewicht bieten zu religiöser Werbung, so wie sie heute – im Verborgenen wie im Öffentlichen – absolut wieder üblich ist. (Zitat)«
Philipp Möller, der vor Jahren fast zufällig Pressesprecher der schon legendären Buskampagne wurde, einem breiteren Leserkreis durch seine Lehrererfahrungen („Isch geh Schulhof“) bekannt ist und heute unter anderem als freier Schriftsteller und Pressereferent der Giordano-Bruno-Stiftung arbeitet, setzt sich in seinem aktuellen Buch auf überaus fundierte und zugleich unterhaltsame Weise mit Religion, dem christlichen Glauben und der ganz und gar nicht säkularen Kirchenrepublik Deutschland auseinander.
Neben persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen geht Möller dabei auch in die Tiefe, beleuchtet etwa die verfassungsmäßig zweifelhafte Stellung des Religionsunterrichtes an Schulen, die arbeitsrechtlichen Diskriminierungen bei den nahe hundertprozentig durch öffentliche Gelder finanzierten Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft und die Tatsache, dass Bischöfe und Weiterlesen

Damit ergab sich ein Dilemma für die Gesellschaften des Westens, das sie bis heute nicht überwunden haben und ganz besonders für die gebildete Mittelschicht, die sich noch heute als Motor des sozialen Gefüges begreift. Ihr moralischer Anspruch gründet sich auf die Idee von Demokratie und universellen Menschenrechten und ist der Aufklärung verpflichtet. Ihr wirtschaftlicher Erfolg und ihr Wohlstand aber gründen sich auf ein anderes Erbe des 17. Jahrhunderts: Wachstum, das auf Ausbeutung beruht, auf einer Ausbeutung, die sich niemals mit den Ansprüchen der Aufklärung vereinbaren lässt. (S. 238)
Bei all der Feierei um die Reformation und den meines Erachtens durchaus überschätzten Martin Luther konnte man ja leicht den Eindruck gewinnen, unsere Moderne Zeit mit ihren Freiheiten und Errungenschaften gründe im Jahr 1517. Dabei liegen die Ursprünge von Freiheit, Menschenrechten, technischem und landwirtschaftlichem Fortschritt und der fortschreitenden Globalisierung mit all ihren Licht- und Schattenseiten vor allem in jener Zeit zwischen 1570 und 1700 begründet, die heute als Weiterlesen

Als Vater einer origamisch hochbegabten Tochter, die eigene, scheiternde Faltversuche gerne mit blitzschnellen trockenen Analysen wie „Da musst du ja auch erst die Grundform falten“ kommentiert, schleppe ich ja jedes einigermaßen interessante Buch über Origami nach Hause, das mir in die Finger gerät. Zwar kommt klassisches Origami ohne Kleber aus und verwendet normalerweise kein Tonpapier: dennoch stellt das Weiterlesen

Wissenschaft ist ja manchmal eine trockene Angelegenheit, was buchstäblich auch für die Paläontologie gilt, und so zeichneten sich Fossilien- und Geologiebücher zumindest vergangener Jahrzehnte dementsprechend oft durch wenig inspirierende Aufbereitung ihres prinzipiell faszinierenden Stoffes aus. Der Science-Slam-Gewinner Kai Jäger, seines Zeichens Paläontologe, versteht es mit seinem Buch, für seine Wissenschaft zu werben und zu begeistern: ausgesprochen anschaulich führt er uns nicht nur in die für das Verständnis notwendigen Grundlagen der Geologie unseres Planeten ein und widmet sich typischen Fragestellungen der Paläontologie, sondern er räumt Weiterlesen

Ich wollte einen Oktopus kennenlernen. Ich wollte so eine alternative Lebenswirklichkeit berühren. Ich wollte eine andere Art von Bewusstsein erkunden, wenn es das überhaupt gab. Wie fühlte es sich an, ein Oktopus zu sein?
Die 1958 geborene amerikanische Sachbuchautorin und Naturforscherin Sy Montgomery beschäftigt sich in „Rendezvous mit einem Oktopus“ auf ungewöhnliche Weise mit einem Tier, dass uns als Säugetiere einigermaßen fremd, wenn nicht abstossend oder gar eklig erscheint: dem Oktopus oder Kraken.
Montgomery, die bereits eine Reihe von Büchern für Kinder als auch für Erwachsene geschrieben hat, nähert sich dabei dem ihr gleichermaßen fremd wie faszinierend erscheinenden Tier nicht nur auf rationaler, naturwissenschaftliche Weise, sondern durch Weiterlesen

Der Waise Tom Sawyer wohnt bei seiner Tante Polly, die ihn trotz eines relativ strengen Regiments nicht wirklich im Griff hat: der abenteuerlustige, wilde und kaum zu bändigende Tom ist voller verrückter Ideen und Streiche, raucht, rauft, fischt, schummelt in der Schule und treibt sich heimlich nachts draussen herum. Tom träumt davon, einen Schatz zu finden – doch als er nachts mit Huckleberry Finn auf einem Friedhof abergläubische Rituale durchführen will, werden beide Zeuge eines Weiterlesen

Schon vor dem Jubiläumsjahr 2017, in dem wir 200 Jahre Fahrrad feiern, gab es vermehrte öffentliche Aufmerksamkeit für das Trendthema Fahrrad, die sich nicht nur in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen sowie Neuerscheinungen im Buch- und Zeitschriftenbereich niederschlug, sondern auch in Ausstellungen manifestierte. Dazu gehörte auch die damals leider von mir verpasste Ausstellung im Hamburger Museum der Arbeit, der glücklicherweise die hier vorzustellende Buchveröffentlichung zur Seite gestellt wurde.
Nach einem kurzen, zusammenfassenden Schlaglicht auf die Technikgeschichte, bei der beispielhaft auch eine mittlwerweile legendäre Firma wie Weiterlesen

Keine Kultur lebt ewig. Alle streben sie ihrer Zerstörung zu, eine nach der anderen, wie die Wellen eines Meeres, die sich am Strand brechen. Keine Kultur entgeht diesem Schicksal – auch unsere nicht. (S. 354)
Honduras bringt man im Bezug auf Archäologie und Frühgeschichte nicht erst seit dem Fund von Copan am ehesten noch mit den Maya zusammen. Allerdings gibt es schon seit Jahrhunderten einen Mythos um die sagenhafte sogenannte „Ciudad Blanca“, die „Weisse Stadt“, die im wenig erforschten Bereich des Mosquitia vermutet wurde und etliche Forscher und Glücksritter angezogen hat. Nach dem Mythos, der sich aufgrund fehlender schriftlicher Zeugnisse nicht belegen lässt, ist diese bisher unbekannte Zivilisation plötzlich zwischen 1400-1500 untergegangen.
Douglas Preston, der mir bisher hauptsächlich als Autor von Thrillern bekannt war, erhielt die Gelegenheit, an Expeditionen zur Erforschung des Mythos teilzunehmen, die seit den 1990er Jahren vor allem vom Filmemacher Steve Elkins vorangetrieben wurden. Beflügelt durch die neuen technischen Möglichkeiten der Vermessung über LIDAR (light detection and ranging) organisiert Elkins eine Weiterlesen