
Arkansas, Fort Smith, im Winter. Matti Ross ist 14 Jahre alt und kennt nur eins: Rache am Mörder ihres Vaters, Tom Chaney, der ins Indianderreservat geflüchtet ist und sich der Bande von Lucky Ned Pepper angeschlossen hat. Während sie sich in Fort Smith um die Leiche ihres Vaters und deren Weitertransport kümmert, heuert sie den abgewrackten, einäugigen, dem Whiskey verfallenen Marshall Reuben „Rooster“ Cogburn an, der schnell und nicht immer rechtmäßig zur Waffe greift. Ihm schliesst sich der Texasranger La Boeuf an, der auf das Kopfgeld für Chaney aus ist. Es gelingt den beiden nicht, die redegewandte Matti abzuschütteln, und so Weiterlesen
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Archiv der Kategorie: Scheibenwelt
Mein Freund Knerten / Regie und Drehbuch: Asleik Engmark n. d. Buch von Anne-Catharina Vestly.

Norwegen, 60er Jahre. Der 6jährige Lillebror ist unglücklich, seit er zusammen mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder aufs Land gezogen ist: Freunde für ihn sind nicht in Sicht, und er fühlt sich rasch einsam. Sein Vater versucht weiter erfolglos, als reisender Vertreter Unterwäsche zu verkaufen, seine Mutter verdingt sich deshalb im Dorfladen – und sein liebevoller, aber auf seine Weise einsamer Bruder kürzt rasch aufgrund des Anpassungsdrucks seine für die Zeit ungewöhnlich langen Haare.
Doch dann wird ein seltsam geformter Zweig für Lillebrot zu seinem imaginären Freund Knerten, der Weiterlesen
Im Juli : im Herz, im Bauch / Regie und Drehb.: Fatih Akin. Musik: Ulrich Kodjo Wendt. Darst.: Moritz Bleibtreu, Christiane Paul, Idil Üner […].

Eine Landstrasse in der bulgarischen Provinz, Sommer 1999. Daniel, ein etwas lebensferner Lehramtsreferendar, spricht in der Hoffnung auf eine Mitfahrgelegenheit einen deutsch-türkischen Autofahrer namens Isa an, der auffällig mit Raumspray herumhantiert. Isa, der befürchtet, dass die Leiche in seinem Kofferraum schon auffälig riecht. steigt ein und gibt Gas. Dabei fährt er Daniel und und packt den bewusstlosen kurzerhand auf die Rückbank. Doch Daniel wacht wieder auf und überredet Isa, ihn weiter mitzunehmen. Auf Bitten Isas erzählt er, wie er in diesem abgelegenen Landstrich landen konnte:
Am Anfang der Sommerferien hat Daniel bei der Schmuckverkäuferin Juli einen Ring mit einem Sonnensymbol der Maya gekauft, der ihn zur Frau seines Lebens führen soll. was er nicht weiss: Juli ist in Daniel verliebt und trägt das gleiche Symbol als Tätowierung auf dem Rücken. Sie lädt ihn zu einer Party ein und hofft, ihn dort wiederzusehen. Zwar besucht Daniel die Party, trifft aber dort auf Weiterlesen
Wartesaal / Bosse

„Ich schau Dich an, wenn du da sitzt / Jeden Tag von 9 bis 10 / du siehst aus, als würdest Du auf irgendjemand warten / Bis du dann aufstehst und alleine gehst / und du stützt deinen Kopf / wenn er wieder zu voll ist / und ich stütz meinen Kopf / wenn er wieder zu voll ist …“
Melancholisch startet so dieses Album mit dem titelgebenden Weiterlesen
Sommer vorm Balkon / Regie: Andreas Dresen. Drehb.: Wolfgang Kohlhaase. Kamera: Andreas Höfer. Musik: Pascal Comelade. Darst.: Inka Friedrich, Nadja Uhl, Andreas Schmidt […].

Berlin im Sommer. Katrin, 39 Jahre alt, gelernte Dekorateurin, arbeitslos und alleinerziehende Mutter von Teenager Max, ist eng befreundet mit der ebenfalls schon über dreissig Jahre alten Nike, die im gleichen Haus auf dem Prenzlauer Berg wohnt. Nike ist eigentlich Schneiderin, arbeitet aber mit mehr Einsatz als bezahlt wird in der Altenpflege. Beide träumen sie abends auf dem Balkon beim Wein von der Liebe und einem Mann, der nicht bloss neben ihrem Leben steht, sondern mit anpackt: Katrin sucht einen Vater für ihren Sohn, Nike einen richtigen Mann.
Da wird Katrin fasst von einem Lastwagen überfahren – und Nike verliebt sich in den Fahrer, den wortkargen, etwas undurchsichtigen Ronald. Nach einer gemeinsamen Nacht wohnt Ronald plötzlich bei Nike. Katrin fühlt sich alleingelassen – und als sie in ihrer Verzweiflung zu viel trinkt, landet sie mit Weiterlesen
Jupiter Jones / Jupiter Jones

Es gibt sie immer wieder: gute Musik, die dem vom alltäglichen Radio Gaga genervten Musikfreund zur Entdeckung wird und trotzdem erfolgreich ist. So wie die neue CD der mir bisher leider komplett am Ohr vorbeigegangenen Band Jupiter Jones, die es mittlerweile bundesweit zum Erfolg gebracht hat und trotz des an die Hamburger Schule erinnernden Sounds tatsächlich in der Eifel ihre Wurzeln hat. Mit Recht hat ihre neue, mittlerweile vierte Scheibe Erfolg, denn hier wird nicht nur feinster Punkrock alter Schule mit Weiterlesen
Der Grüffelo / Regie: Jakob Schuh ; Max Lang n. d. Bilderbuch v. Axel Scheffler. Musik: René Aubry. Dt. Sprecher: Heike Makatsch ; Christian Ulmen ; Otto Sander …

Vor allem für eine kleine Maus. Überall lauert jemand, der sie fressen will. Da erfindet sie am besten einen schrecklichen grossen Freund, mit dem sie jedem droht, der sie fressen will: den Grüffelo. Aber am Ende gibt es den tatsächlich, und er mag am liebsten Weiterlesen
Melancholie & Gesellschaft / PeterLicht

Gesellschaftskritik im Lied kann ja ganz schön nervend sein, oberlehrerhaft und ätzend. Nicht so bei PeterLicht, dem seit 2001 unter diesem Namen bekannten Kölner, der immerhin Träger des vornehmlich in Literaturkreisen bekannten Ingeborg-Bachmann-Preises ist: mit „Melancholie & Gesellschaft“ hat der Musiker und Dichter, von dem keinerlei Fotos bekannt sind, nun erstmals ein Album mit einer kompletten Band aufgenommen. Und das sind nun wirklich wunderbare, akkurate Wort- und Satzkonstruktionen mit feinem Wortwitz, die hier aus der deutschen Sprache gewoben werden, unterlegt mit Weiterlesen
Bach Concertos / Johann Sebastian Bach ; Julia Fischer ; Academy Of St. Martin-In-The-Fields ; Alexander Sitkovetsky ;

Die Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach (BWV 1043, BWV 1041, BWV 1042, BWV 1060) habe ich als Teenager während einer sehr intensiven Bach-Phase schätzen gelernt. Da meine Frau Bach nicht soo sehr schätzt wie ich, habe ich ihre Reitstunden heute morgen schamlos ausgenutzt – und mir und den Kindern als Sonntagsmorgenmusik die Bach Concertos mit Julia Fischer und Alexander Sitkovetsky (Violinen), Andrej Rubtsov (Oboe) und der Academy of St. Martin-In-The-Fields aufgelegt. Bachs Violinkonzerte waren in ihrer Zeit etwas bahnberechendes Neues und man kann sich auch heute kaum der Faszination dieser Musik entziehen. Die vorliegende Einspielung ist Weiterlesen
Zaz / Zaz

Jarg neigt ja manchmal zu Extremen. So trinkt er schon seit Wochen – obwohl bekennender Kaffee- und Pepsi-Light-Junkie – keine koffeinhaltigen Getränke. Oder er isst wochenlang morgens original Porridge zum Frühstück zum Grausen seiner gesamten Familie. Auch bei Musik hat Jarg so seine Extreme: so gibt es immer wieder Alben, die über Wochen Jargs mobiles Musikspielgerät respektive dessen Ausgabefunktionen über die Ohrschnittstelle nicht nur dominieren, sondern geradezu okkupieren.
So wie bei diesem Album der französischen Musikerin Zaz alias Isabelle Geffroy, die – seit dem Studium in der Strassenmusik und im Cabaret verwurzelt – einen wunderbaren Stil zwischen Weiterlesen
Moon Pix / Cat Power

Es ist schon erstaunlich, was für Musik manchmal für Jahre an einem komplett vorbeigeht, bis man sie eines Tages überrascht und beglückt für sich entdeckt, so vertraut, als wären die Klänge schon immer da gewesen. So wie die Musik von Cat Power, hinter der sich die amerikanische Sängerin und Songwriterin Charlyn Marie Marshall (alias „Chan Marshal“) versteckt.
Die 1972 als Hippie-Kind in den südlichen Staaten geborene Marshall veröffentlichte in den Neunziger Jahren ihre ersten Alben. Mit Moon Pix legte sie 1998 wohl eines ihrer schönsten Alben vor: auf dem in Australien aufgenommenen Album musiziert sie zusammen mit Mick Turner (Gitarre) und Jim White (Schlagzeug) von der australischen Band „Dirty Three“. Cat Powers zugleich Weiterlesen
Blue Holes : Tauchen im Labyrinth / prod.: James Barrat. Director of photogr.: Wes C. Skiles. Ed.: Barbara Burst …

Sie gehören zu den spektakulärsten Unterwasserhöhlen der Welt: die Blue Holes auf den Bahamas, gigantische Höhlen, die in Kalkstein während einer Eiszeit und viele Dutzend Meter tieferem Meeresspiegel entstanden und später überflutet werden. Dunkelblau leuchten die Flächen der bis zu 200m tiefen Höhlensysteme im türkisfarbenen Wasser der Karibik.
Blue Holes sind kein einfaches Tauchterrain: weit verzweigt, kann man sich beim Aufwühlen von Sedimenten rasch Weiterlesen
Herbstgold / Regie und Drehb.: Jan Tenhaven. Kamera: Marcus Winterbauer. Musik: Andy Baum. Darst.: Alfred Proksch; Herbert Liedtke; Gabre Gabric; Ilse Pleuger; Jiří Soukup.

„Mein Ziel ist es, mein Leben zu verlängern und sicher zu gehen, dass mein Blut jeden Tag durch meinen Körper zirkuliert. Das ist was ich will. Ich glaube, wenn ich jetzt Schluss machen würde, dann sterbe ich in einem Monat. Aber ich will euch überleben!“ (Herbert Liedtke, 93 Jahre, 100m-Läufer).
Ihr Ziel ist die Teilnahme an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im finnischen Lahti 2009. Sie trainieren hart. Sie haben einen Traum: sie wollen gewinnen. Das Besondere? Sie sind zwischen 80 und 100 Jahre alt und gehören damit nach allgemeiner Vorstellung zum Weiterlesen
Micmacs – Uns gehört Paris! / Regie: Jean-Pierre Jeunet. Drehb.: Guillaume Laurant … Kamera: Tetsuo Nagata. Musik: Raphaël Beau. Darst.: Dany Boon ; Julie Ferrier ; André Dussollier …

Bazil (Dany Boon, bekannt aus „Bienvenue chez les Ch’tis – Willkommen bei den Sch’tis“) verliert früh seinen Vater, der beim Entschärfen einer Landmine stirbt. Auch seine Mutter stirbt früh. Bazil erleidet einige Jahre Heimerziehung, bis er schliesslich flieht und sich ein eigenes Leben aufbaut: in seinen Dreissigern hat er eine eigene kleine Wohnung und arbeitet in einer Videothek. Wir sehen ihn abends, als er sich nebenbei einen Film mit Humphrey Bogart anschaut und halblaut alle Dialoge mitspricht, bis er vom Lärm einer motorisierten Verfolgungsjagd vor die Tür der Videothek gelockt wird – und ihn eine verirrte Kugel mitten in die Stirn trifft.
Bazil überlebt, doch da die Kugel nicht entfernt wurde, drohen ihm permanent Anfälle und der jähe Tod. Plötzlich ohne Wohnung und Arbeit, schlägt sich Bazil draussen durch – bis ihn der verknorzte Canaille und seine Freunde aufnehmen: Canaille (Jean-Pierre Marielle) wohnt unter einem Berg aus Weiterlesen
Satriani, Joe: Joe Satriani

Auf Joe Satriani bin ich durch die wunderbare Band Chickenfoot gekommen, in der er mitspielt. In der öffentlichen Bibliothek fand ich dann auch gleich diese 1995 veröffentlichte Scheibe, in der neben dem 1956 geborenen und seit den 80er Jahren zur Gitarrenlegende gereiften Satriani Andy Fairweather (Rhythmusgitarre), Nathan East (E-Bass-Bass) und Manu Katche (Drums) mitspielen. Eine wunderbare, ohne grosses technisches Gedöns produzierte Scheibe, deren Qualität sich Weiterlesen
Es klopft / Franz Hohler. Gelesen von Franz Hohler. Regie: Klaus Grimmer

Es fing mit dem Klopfen einer unbekannten Frau an die Scheibe des abfahrenden Zuges an, damals, als der junge Hals-, Nasen-und Ohrenarzt Manuel Ritter, glücklich verheiratet, von einem Kongress über Tinnitus in Basel heimfuhr. Ein paar Tage später begegnet er der schönen fremden Frau in seiner Praxis – und sie hat einen ungewöhnlichen Wunsch. Wie in Trance Weiterlesen
The American / Regie: Anton Corbijn. Drehb.: Rowan Joffe n. d. Buch v. Martin Booth. Kamera: Martin Ruhe. Musik: Herbert Grönemeyer. Darst.: George Clooney ; Violante Placido ; Thekla Reuten …

Die literarische Vorlage von „The American“, der auch unter dem Titel „A very private gentleman“ bekannte Roman von Martin Booth, ist auf Jargsblog bereits sehr positiv besprochen worden. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an den Film – und wurden Weiterlesen
Unsere Ozeane / Regie: Jacques Perrin ; Jacques Cluzaud. Drehb.: Jacques Perrin … Musik: Bruno Coulais

Der grösste Teil unseres Planeten ist von den Meeren bedeckt, die für den Menschen aller Forschung zum Trotz noch mit vielen Rätseln und Geheimnissen verbunden sind. Nach „Mikroskosmos“ und „Nomaden der Lüfte“ ist „Unsere Ozeane“ ein weiteres Highlight des französischen Dokumentarfilms. Über vier Jahre waren die Regisseure mit einem Team von Wissenschaftlern, Tauchern und Technikern unterwegs, um mit modernster Technik eine Welt zu filmen, die unter ihrer Oberfläche unglaubliche Schönheit zu bieten hat. Dabei ist der Blick der Kamera derart Weiterlesen
Ware Tier : billig haben wir’s am liebsten / eine Prod. von Reginald Puhl

Wer weiter sein Fleisch, seinen Fisch und seine Eier essen will, ohne über deren Herkunft, Leben, Haltung und Tod nachzudenken, der sollte sich diesen Film lieber nicht anschauen. Denn „Ware Tier“ zeigt in drei Episoden mit drastischen Bildern, mit welchem Leid und welcher Zerstörung natürlicher Ressourcen die Lust der Menschen nach möglichst billigen Weiterlesen
Yella . Nicht ohne Risiko / Regie und Drehb.: Christian Petzold nach einer Geschichte von Ambrose Bierce. Kamera: Matthias Kapinos. Darst.: Nina Hoss ; David Striesow ; Hinnerk Schönemann …

Yella lebt in Wittenberge, Ostdeutschland. Ihre Ehe ist zerrüttet, und ales ihr Mann Benn Insolvenz anmeldet, trennt sie sich von ihm. Sie will in den Westen gehen und sich ein neues Leben aufbauen. Ben darf sie zum Bahnhof bringen – doch als sie eine Brücke überqueren, Weiterlesen
A serious man / Regie und Drehb.: Joel Coen ; Ethan Coen. Kamera: Roger Deakins. Musik: Carter Burwell. Darst.: Michael Stuhlbarg ; Richard Kind ; Adam Arkin …

Für Larry Gopnik läuft eigentlich alles gut: er hat eine Familie, die er über alles liebt, ein Haus und eine Festanstellung als Physikprofessor in Aussicht.
Doch seine Frau will plötzlich die rituelle Scheidung, um den überheblichen Freund der Familie, den Witwer Sy Abelman, zu heiraten. Larry zieht ins Motel. Seinem Bruder Arthur, der bei ihnen wohnt, ist hauptsächlich mit einer skurillen Maschine beschäftigt und riskiert Weiterlesen
Kinderverse aus vielen Ländern / Silvia Hüsler

Nicht nur für die interkulturelle Arbeit, sondern durchaus auch für den Hausgebrauch geeignet ist die Sammlung von 51 Kinderreimen, Abzählversen und Fingerspielen in 40 Sprachen mit beigefügter CD.
Das reicht von hierzulande bekannteren Versen wie „Morgens früh um sechs, kommt die kleine Hex“ (Deutschland), den schweizerischen „Foif Ängeli chömed gschprunge …“ oder dem niederländischen Weiterlesen
From a Basement on the Hill / Elliott Smith

Über Elliot Smith ist auf diesem Blog ja bereits begeistert berichtet worden mit der Rezension der Werkschau „An introduction to Elliot Smith„. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, wieso die Musik von Smith mir jahrelang nahezu unbekannt blieb, und so habe ich mir mittlerweile einige seiner Scheiben zugelegt.
„From a Basement on a hill“ ist ein besonderes Album: es war bereits fast fertig, als sich Elliot Smith 2003 das Leben nahm, und erschien posthum ein Jahr später. Smith wollte mit diesem Album Weiterlesen
Mary & Max oder schrumpfen Schafe, wenn es regnet? / Regie und Drehb.: Adam Elliot

Mary Daisy Dinkle ist acht Jahre alt, lebt in Australien ist Aussenseiterin und bis auf den ihr zugelaufenden Hahn „Rooster“ einsam: ihr Vater verdient seinen Lebensunterhalt damit, Fäden an Teebeutel zu tackern und verbringt seine Freizeit mit dem Ausstopfen von Vögel. Ihre kettenrauchende exaltierte Mutter ist mehr dem Sherry als ihrer Tochter zugeneigt. Und ihr Großvater behauptet, Babys würden in Biergläsern gefunden. Auf gut Glück schreibt sie an Max Jerry Horowitz, der in Weiterlesen
Pilgrim / Fjarill

Da müssen sich manchmal zwei begegnen, und schon wird etwas Neues, Wunderbares daraus. Fjarill (schwedisch für „Schmetterling), bestehend aus der schwedischen Sängerin und Pianistin Aino und der Geigerin Hanmari aus Südafrika, sind sich in Hamburg begegnet und haben bereits mit ihrem ersten Album „Stark“ einen wunderbaren Beweis ihrer Kreativität und ihres musikalischen Mutes vorgelegt. Mit „Pilgrim“ haben sie 2008 nochmal nachgelegt und vereinen wiederum Elemente aus Weiterlesen
Gnarls Barkley: The odd couple

Das zweite Album von Gnarls Barkley ist benannt nach den Filmen mit Jack Lemmon und Walter Matthau, und genau so ein „Odd couple“ sind auch Cee-Lo Green (Thomas DeCarlo) und Danger Mouse (Brian Burton), die nicht gerade als Schönlinge zu bezeichnen sind und reichlich schräg daherkommen. Was sie abliefern, ist eine ausgesprochen schöne Melange aus Weiterlesen
Die Eleganz der Madame Michel / Regie und Drehb.: Mona Achache n. d. Buch v. Muriel Barbery. Kamera: Patrick Blossier. Musik: Gabriel Yared. Darst.: Josiane Balasko ; Togo Igawa ; Anne Brochet …

„Alle glücklichen Familien gleichen einander. Alle unglücklichen sind auf ihre Art unglücklich“. Madame Michel ist 54 Jahre alt und arbeitet als Concierge in einem alten Pariser Haus mit wenigen, luxuriösen Apartements. Unauffällig und ein wenig bärbeissig verrichtet sie ihren Dienst tagaus, tagein, um sich in der freien Zeit in ihr verborgen gehaltenes Bibliothekszimmer zurückzuziehen, Bücher zu lesen und dabei bittere Schokolade zu geniessen.
Im Haus woht auch Paloma, hochintelligente Tochter einer neurotischen, depressiven Mutter und eines vielbeschäftigten Vaters. Sie hat sich vorgenommen, sich an ihrem 12. Geburtstag das Leben zu nehmen und sammelt daher heimlich Tabletten ihrer Mutter. Bis dahin will sie das Leben um sie herum mit der Kamera erfassen für einen „Film, der zeigt, dass das Leben absurd ist“. Denn wichtig ist „nicht, wie alt man ist, sondern was man tut in diesem Moment“ – und Paloma will nicht sein wie die anderen, die sich nur um sich und ihren immer gleichen Alltag drehen, will nicht enden wie ein Fisch im Wasserglas.
Das Leben im Haus verändert sich für die drei Außenseiter, als der verwitwete, gebildete Japaner Kakuro Ozu das Apartement einer verstorbenen Frau kauft und dort einzieht. Er erkennt in der Weiterlesen
Kreutzer kommt / [Regie: Richard Huber. Drehb.: Christian Jeltsch. Kamera: Peter Nix.] Darst.: Christoph Maria Herbst ; Natalie Avelon ; Leslie Malton …

Erwürgt liegt sie in ihrer Garderobe, die Nachtclubsängerin Dinah, die gerade eben noch auf der Bühne stand. Belinda, Kreutzers Assistentin, hat schon mal alle Personalien registriert. Dann ist er plötzlich da wie aus dem Nichts, Kreutzer, der Kommissar – und die Zeit läuft, denn er löst jeden Fall in maximal Weiterlesen
An introduction to .. Elliott Smith / Elliott Smith

Irgendwie ist die Musik von Elliott Smith über die Jahre an mir vorbeigegangen, obwohl mir Songs des genialen und 2003 viel zu früh unter nie ganz geklärten Umständen ums Leben gekommenen Songwriters bestimmt schon untergekommen sind: so hat er einige Lieder zu Gus Van Sants „Good Will Hunting“ begesteuert und wurde mit einem davon, dem verhaltenen, traurigen Weiterlesen
Threadbare / Port O’Brien

So kann es gehen: der Freund (Van Pierszalowski) arbeitet 100 Tage im Jahr in Alaska: ein Knochenjob an Bord eines grossen Lachsfängers, 20 Stunden am Tag gegen gutes Geld. Irgendwann beschliesst die Freundin (Cambria Goodwin) aus Kalifornien, für die 100 Tage auch nach Alaska zu gehen und verdient ihr Geld in einer Konservenfarbrik. Und den Rest des Jahres leben sie von dem verdienten Geld. Und beginnen, in der vielen freien Zeit Folksongs zu machen. Gründen eine Band namens Port O’Brien. Und haben Erfolg.
Threadbare ist das zweite Album von Port O’Brien – von der Musik und der bevorzugten Lebensart her erinnern Van Pierszalowski und Cambria Goodwin an die Weiterlesen
Life is sweet! Nice to meet you! / Lightspeed Champion

Es dauert ja immer, bis ich meine CD-Stapel durchgehört habe … und so habe ich mir das im Februar 2010 erschienene zweite Album „Life is sweet! Nice to meet you!“ von Lightspeed Champion alias Devonté Hynes erst heute am Neujahrstag beim Rennen um den Zoo über die Ohrschnittstelle ins Hirn geladen – und war begeistert von der Virtuosität des 1985 in Houston, Texas geborenen und in England aufgewachsenen Sängers und Songschreibers, der von Kreativität geradezu überzuschäumen scheint. Da werden gerne mal instrumentale Zwischenspiele eingeschoben oder es wird eine geradezu klassische Klavieretüde zelebriert, da gibt es wunderbaren melancholisch-pathetischen Kammerpop wie in „Smooth day (at the library)“ mit traurigen Weiterlesen
Drawing down the moon / Azure Ray

Es ist ja nie zu spät, etwas für sich zu entdecken, und so hat Jarg zehn Jahre nach ihrem Debütalbum die amerikanische Independent-Band Azure Ray aus Omaha (Nebraska) für sich entdeckt, hinter der vor allem Orenda Fink und Maria Taylor stecken. Nach sieben Jahren Pause haben Azure Ray ein neues Album eingespielt: melancholische Lieder, die nach Weiterlesen
Ganz nah bei dir / Regie: Almut Getto. Drehb.: Speedy Deftereos. Kamera: Michael Wiesweg. Musik: Jakob Ilja. Darst.: Bastian Trost ; Katharina Schüttler ; Andreas Patton …

Phillips (Bastian Trost) Tage verlaufen immer gleich, denn der verschrobene, distanzierte Einzelgänger mag keine Extreme, weder im Unglück noch im Glück, und lässt nichts an sich heran ausser seiner Schildkröte Paul.
„Wenn’s zu gut geht, ist die Gefahr, dass es bald wieder schlechter geht, größer. Deshalb ist zu gut nicht gut.“ Überraschungen hasst er. Jeden Morgen lässt er sich auf die gleiche Weise wecken, wirft den Bügelautomaten an und geht dann zu seiner Arbeit in der Bank, wo er Falschgeld klassifiziert. Fast jeden Abend geht Phillip in dieselbe Kleinkunstkneipe und träumt von einem Auftritt als Pantomime – doch davon weiss nur Aaron, sein Psychoanalytiker. Aber dann stolpert buchstäblich Weiterlesen
Some kind of trouble /James Blunt

Ja, ich weiss, James Blunts aktuelles Album wurde allgemein, vor allem in seiner Heimat England, von den Medien zerrissen und auch laut.de attestiert ihm nicht gerade hohe, nachhaltige musikalische Qualität. Ja, ich weiss, die Texte sind zum Teil recht banal, die Musik ist trotz des Etikettes „Singer und Songwirter“ sehr am Mainstream ausgerichtet. Aber dennoch, der Mann Weiterlesen
Die Brücken am Fluß – The Bridges of Madison County / Regie: Clint Eastwood.

Madison County, Iowa: Francesca Johnson (Meryl Streep) stammt aus Italien, ist mit einem amerikanischen Farmer verheiratet und hat zwei Kinder. Vordergründig zufrieden, ist das Leben der ausgebildeten Lehrerin doch im alltäglichen Einerlei gefangen.
Als Mann und Kinder auf eine Landwirtschafsmesse fahren, bleibt sie allein zurück. Während sie ihren täglichen Verrichtungen nachgeht, fährt der weitgereiste, weltoffene Fotograf Robert Kincaid (Clint Eastwood) vor, der für National Geographic an einem Bildband über die überdachten Brücken des Madison County arbeitet und eine bestimmte Brücke sucht. Nach kurzem Versuch, den Weg zu beschreiben, steigt Francesca zu ihm in den Wagen und leitet ihn zur Brücke. Fasziniert von Roberts, lädt sie ihn nach der Rückfahrt auf einen Eistee ins Haus ein. Sie kommen sich in den nächsten Tagen näher und Francesca Weiterlesen
Die Mathematik der Anna Depenbusch / Anna Depenbusch

Eigentlich sollte das eine ganz intime Platte werden: Anna Depenbusch mit Klavier. Sonst nichts. Was daraus geworden ist, ist schwer auf eine Formel zu bringen: aber da ist jetzt ein ganzes Orchester dabei und ein Haufen extravaganter Instrumente und Geräusche. Aber es irrt, wer hier einen wilden Stilmix ohne roten Faden erwartet: „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ überzeugt vor allem durch Weiterlesen
Mikrokosmos : das Volk der Gräser / Regie u. Kamera: Claude Nuridsany u. Marie Perennou. Musik: Bruno Coulais.

Eine Sommerwiese irgendwo in Südfrankreich. Die Kamera fährt nah heran. Ganz nah. Und entdeckt uns den Alltag der Insekten als eine faszinierende Welt: ein Mistkäfer rollt seine Kugel, Schnecken kopulieren, Hirschkäfer streiten um ihren Platz in der Hierarchie, ein Schmetterling schlüpft aus seinem Kokon. Ameisen, Spinnen, Mücken, Marienkäfer und andere Kerfen begegnen dem Betrachter buchstäblich auf Augenhöhe. Doch dann zieht Weiterlesen
Vom Wunderkind zum Spätentwickler / Michael Krebs

Die Schwaben sind bekanntlich überall (und Jarg muss es wissen, da mit einer Schwäbin verheiratet). Michael Krebs stammt ursprünglich aus Neu-Kupfer, einem kleinen Dorf in der leider hier im Norden viel zu unbekannten schwäbischem Provinz Hohenlohe, einem von unzähligen Gewerbegebieten abgesehen durchaus idyllischen, urlaubswerten Landstrich unweit Heilbronn und Stuttgart.
„Irgendwas zwischen Sex, Musik und Neugier zog ihn 1993 ins ferne Hamburg hinaus“. Dort lernte er intensiv die Kunst des Pianospiels, was jedoch seiner ersten großen Liebe Melanie nicht nachhaltig imponierte. Doch die unglückliche Liebe befeuert ja bekanntermaßen jeden Künstler, und so trat er alsbald auf im Quatsch-Comedy-Club, im Schmidt-Theater, bei Nightwash, ja hatte in der Hamburger Motte bald seine eigene Show, den Spätzles-Club. Und es kam, wie es kommen musste: bald entstand das erste Live-Album: „Vom Wunderkind zum Spätentwickler“. Und hier wird diese Besprechung nachhaltig ernst und seriös: denn was uns Michael Krebs mit seinem ersten Album bot, ist Weiterlesen
Darjeeling Limited / Regie: Wes Anderson. Drehb.: Wes Anderson … Kamera: Robert Yeoman. Musik: Randall Poster. Darst.: Owen Wilson ; Adrien Brody ; Jason Schwartzman …

Seit einem Jahr haben sich die Brüder Franics, Peter und Jack nicht mehr gesehen. Als ihr Vater in Indien stirbt, treffen sie sie sich in einem indischen Zugnamens „Darjeeling Limited“. Francis, der Älteste und Vernünftigste, am Kopf bandagiert nach einem Motorradunfall, hat alles in die Hand genommen und genau geplant mit dem Ziel, dass die drei Brüder ihre Mutter treffen, die einem christlichen Kloster vorsteht. Da das Verhältnis zur Mutter für keinen der drei besonders gut ist, tarnt Francis die Reise als Selbstfindungstrip. Peter und Jack sind eher genervt von Francis: minutiös hat er jeden Tag geplant und nimmt den Brüdern sogar die Ausweise ab, um alles unter Kontrolle zu halten.
Jack hat gerade eine Kurzgeschichte mit vielen Paralellen zu seinem Leben fertiggestellt: im Vorfilm sieht man ihn bereits bei einem ungewollten Treffen mit seiner Exfreundin in einem Pariser Hotel. Er nutzt jeden Halt des Zuges, um den Anrufbeantworter abzuhören und tröstet sich mit einer Schaffnerin.
Peter möchte, hält sich für Papas Liebling und leitet daraus den Anspruch auf Vaters Besitztümer ab. Er strebt eine Scheidung von seiner Frau an, die ein Kind erwartet.
Durch gemeinsame Medikamentenorgien, Francis spirituelle Sitzungen und nicht zuletzt Weiterlesen
Brassed off – Mit Pauken und Trompeten / Regie und Drehb.: Mark Herman. Kamera: Andy Collins. Musik: Trevor Jones. Darst.: Pete Postlethwaite ; Tara Fitzgerald ; Ewan McGregor …

Grimley, eine vom Kohlebergbau geprägte Kleinstadt in Yorkshire. Die Wirtschaftlichkeit der örtlichen Zeche soll überprüft werden und es droht auch hier steht die Schliessung und damit für viele in der Bergarbeitersiedlung die Arbeitslosigkeit. Viele verlässt angesichts des drohenden sozialen Abstiegs der Mut, und so trötet auch die traditionsreiche Blaskapelle von Grimley, einst ganzer Stolz des Ortes, nur noch lustlos vor sich hin. Aber der alternde Danny (Pete Postlethwaite ), der Dirigent der Kapelle und selbst todkrank, will sich damit nicht abfinden. Er mobilisiert alle seine Kräfte, um Weiterlesen
The Navigators – Geschichten von den Gleisen / Regie: Ken Loach. Drehb.: Rob Dawber. Kamera: Mike Eley … Musik: George Fenton. Darst.: Dean Andrews ; Tom Craig ; Joe Duttine …

England, 1995: British Rail, das staatliche englische Eisenbahnsystem, wird privatisiert und in zahllose Unternehmen zerschlagen. Auch die langgedienten Gleisarbeiter im Zugdepot in South Yorkshire trifft es. Zunächst beginnt es ganz harmlos, doch dann werden Regionen aufgeteilt und aus ehemaligen Kollegen Konkurrenten. Und für die Chefs zählt nur noch die Effizienz – auf Kosten von Weiterlesen
Whatever works – Liebe sich wer kann / Regie und Drehb.: Woody Allen. Kamera: Harris Savides. Darst.: Larry David ; Evan Rachel Wood ; Ed Begley ; Patricia Clarkson …

Im Leben des notorischen Schwarzsehers, Atheisten und Pessimisten Boris Yellnikoff ist alles schiefgelaufen: er, das Physik-Genie, hat wiederholt den Nobelpreis nicht bekommen, seine Ehe ist gescheitert und selbst seine Selbstmordversuche sind fehlgeschlagen. Er schlägt sich als vom Unvermögen seiner Schüler geplagter Schachlehrer durch, leidet unter fortgeschrittener Hypochondrie und wacht jede Nacht mit Panikattacken auf. Besonderheit von Boris ist, dass er sich im Film direkt an das Filmpublikum wenden kann, worauf seine Mitprotagonisten mit totaler Verständnislosigkeit reagieren.
Da quartiert sich die junge, ungebildete Ausreisserin Melody St. Ann Celestine bei ihm ein, die vor ihrem erzkonservativen Südstaaten-Elternhaus in die große Stadt geflohen ist. Trotz der Unterschiede zwischen der naiven jungen Frau und dem überheblichen Genie wird Weiterlesen
Crazy heart / Regie und Drehb.: Scott Cooper n. d. Roman v. Thomas Cobb. Kamera: Barry Markowitz. Musik: Stephen Bruton … Darst.: Jeff Bridges ; Maggie Gyllenhaal ; Robert Duvall …

Der alternde Country-Sänger Bad Blake (Jeff Bridges) hat seine besten Zeiten als Musiker sowie vier Ehescheidungen hinter sich. Dem Alkohol verfallen, tourt der ehemalige Star in seinem alten 77er Chevrolet Suburban durch den Südwesten der USA, tritt in schäbigen Bars auf, schläft in abgeschabten, billigen Motels, mit wechselnden Frauengeschichten als einzige, oberflächliche menschliche Begegnung. Seiner letzten Träume längst beraubt, scheint ihn nichts mehr überraschen, nichts mehr berühren zu können. Routiniert, doch immer am Rande des Abgrundes und von einem Delirium zum nächsten, spult er seine Tournee ab, weil er das Geld braucht.
In Santa Fe will die junge, alleinerziehende Reporterin Jean (Maggie Gyllenhaal) ein Interview mit ihm. Rasch kommen die beiden sich näher und Bad entdeckt zum ersten Mal seit langem wieder tiefe und starke Gefühle für einen Menschen in sich. Auch beginnt er, inspiriert durch Jean, wieder Songs zu schreiben.
Doch als Jean ihn mit Buddy in Houston, Texas besucht, Weiterlesen
Rules / The Whitest Boy Alive

Wer sich mit dem unvergleichlichen Sound der Kings of Convenience entspannt hat, kann sich mit der Musik einer Band wieder locker und unverkrampft in Schwung bringen, an der KoC-Mitglied Erlend Øye ebenfalls beteiligt ist: dem 2003 gegründeten, deutsch-norwegischen Bandprojekt „The Whitest Boy Alive“ und ihrem in Mexiko aufgenommenen Album „Rules“. Erlend Øyes Gitarre und Stimme wird hier verstärkt von Weiterlesen
Das gelbe Segel (The Yellow Handkerchief) / Regie: Udayan Prasad. Darst.: William Hurt ; Maria Bello ; Kristen Stewart …

Sechs Jahre saß Brett Harrison in Haft. Jetzt, wieder in Freiheit, will er zurück ins Leben und nach Louisiana. Er schreibt seiner grossen Liebe May, von der er sich kurz nach Haftantritt getrennt hat: wenn sie ihn und seine Liebe noch wolle, solle sie an ihrem Hausboot ein gelbes Segel hissen. In einem kleinen Laden, in dem er sein erstes Bier nach dem Gefängnis trinkt, trifft er auf den Sonderling Gordy, der allein in seinem alten Cabrio durch die USA reist und Fotos macht, und die 15jährige Martine, die vor ihrer zerrütteten Familie flieht. Gordy verliebt sich in Martine, die ihn aber abweist. Zu dritt reisen die drei, jeder für sich verloren und Weiterlesen
Same girl / Youn Sun Nah

Bereits Youn Sun Nahs Album „Voyage“ hatte eine euphorische Besprechung auf Jargsblog erhalten. Mit „Same Girl“ hat die mittlerweile international bekannte südkoreanische Sängerin ein wunderbares Album vorgelegt, auf dem sie sowohl Songs covert als auch mit Neu- und Eigenkompostionen glänzt. Zauberhaft ihre erfrischenden Interpretationen etwa des oft abgenudelten Klassikers „My Favorite Things (Rodgers/Hammerstein) oder von Randy Newmans Weiterlesen
Swanlights / Anthony and the Johnsons

Nach dem dunkel-melancholischen, introvertierten „The crying light„ legen Anthony and the Johnsons ein weiteres Album mit wundervollem Kammerpop vor, dem die volle Aufmerksamkeit des Ohres zu schenken sich in jeder Hinsicht lohnt. War „The crying light“ ausgesprochen zurückhalten arrangiert, lässt sich das Ausnahmetalent Anthony Hegarty diesmal von geradezu üppigen Instrumentierungen mit Streichern, Gitarrensoli, ja Bläsern begleiten. Und wieder springt der Weiterlesen
Wahrheit oder Pflicht – Lüge lieber ungewöhnlich / Regie: Jan Martin Scharf … Drehb.: Jan Martin Scharf … Kamera: Ralf M. Mendle. Musik: Klee. Darst.: Katharina Schüttler ; Jochen Nickel ; Therese Hämer …

„Mit einer Lüge lebst du wie im Kreisel. Solange du schnell genug rotierst, scheint dein Leben still zu stehen. Doch wenn du langsamer wirst, kommt alles ins Trudeln“ (Filmzitat). Aus der Traum vom Abitur: die 18jährige Annika bleibt zum zweiten Mal in der 12. Klasse sitzen und fliegt vom Gymnasium. Doch sie will ihre ehrgeizigen Eltern nicht enttäuschen: sie gibt vor, weiter zur Schule zu gehen und tut alles, um den Schein zu wahren. Doch in Wahrheit verbringt sie ihre Vormittage in einem Weiterlesen
Songs of the falling feather / Josefine Cronholm

Aus Skandinavien kommen immer wieder beeindruckende Musiker. So auch die dänische Sängerin Josefine Cronholm, die schon mit Marilyn Mazurs Band tourte und mit „Songs of the falling feather“ bereits ihr drittes Album vorlegt. Wie der Titel des Albums, so sind auch diese Songs, leicht wie eine Feder, weich, zart und langsam. Sie erschliessen sich nur dem Hörer, der sich dieser Musik ganz anvertraut und sich der Langsamkeit und Ruhe der Musik, dem ungemein sanften, Weiterlesen
No. 1 Hits / Erdmöbel

Ich neige ja beim Musikhören zugegebener Weise zu Extremismus. Das war bei den Kings of Convenience so, die mir mehrere Wochen nicht aus den Ohren gingen, auch wenn ich die Kopfhörer nicht aufhatte. Und das wird bei Erdmöbel so sein. Nachdem ich die Band mit „Krokus“ in den letzten Tagen für mich entdeckt habe, musste natürlich nach-erdmöbliert werden, da die Neugier auf bisherige Alben der Band mit jedem gehörten Ton stieg. Und da kamen mir die „No. 1 Hits“ entgegen. Nun ist ja oft nichts schlimmer, als bereits hinlänglich bekannte Lieder zu covern. Aber was Erdmöbel aus den Chartstürmern vergangener Jahre in deutscher Übersetzung und Nachinterpretation macht, ist Weiterlesen